Ausstellungen 2012

Ausstellungen/Veranstaltungen 2012

03.12.2012 "White Layer7"

White Layer7

Plakat

vom 08. Dezember 2012 bis zum 05. Januar 2013
"White Layer7"
Kunstausstellung von Franziska Hapke und Ariane Weidemann

Öffnungszeiten:
Samstag: 15 bis 17 Uhr,
Sonntag: 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Eröffnung am 08. Dezember 2012 um 16.00 Uhr

Zur Begrüßung sprach Marion Bertram.

Führungen mit Künstlergespräch am:
- 15.12.2012 von 14-17 Uhr
- 22.12.2012 von 14-17 Uhr

Die Ausstellung zeigt eine Gegenüberstellung der künstlerischen Arbeit von Ariane Weidemann und Franziska Hapke. Auf den fünf Ebenen des Kunstturms zeigen die Künstlerinnen Fotografie, Malerei und Film. Durch Dekonstruieren und Rekonstruieren erarbeiten die Künstlerinnen verschiedene Ebenen und Perspektiven innerer Realitäten heraus. Insbesondere durch den Umgang mit den Materialien und der Textur zeigen Franziska Hapke und Ariane Weidemann ganz verschiedene Qualitäten des bildnerischen Ausdrucks.

Bereits im Sommer gab es eine Kooperation zwischen dem Kunstverein Rotenburg und der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg (ehemals Fachhochschule Ottersberg). Die von Studierenden des Studiengangs Freie Bildende Kunst ausgerichtete Ausstellung hatte den Titel "Lass dein Haar herunter". Aus diesem Kontakt ergibt sich nun erneut eine Ausstellung zweier auch damals beteiligter Studentinnen.

Franziska Hapke

Werk aus der Ausstellung "Lass dein Haar herunter" (Sommer 2012)

Die 1987 geborene Franziska Hapke studiert seit Januar 2011 an der FH Ottersberg bei Prof. Michael Dörner. Sie beschäftigt sich in ihren meist großformatigen abstrakten Collagen und Malereien auf Papier mit der Zerstörung bzw. Übermalung von vorher aus Bruchstücken konstruierten Bildwelten. Die unterschwellige Agression und Macht der Bilder schlummert bei ihr unter einer Schicht aus Farben und endet oft als weißes Bild.

Ariane Weidemann

Werk aus der Ausstellung "Lass dein Haar herunter" (Sommer 2012)

Ariane Weidemann (26 J.) studierte seit Herbst 2011 den Master of Fine Arts. In ihrer künstlerischen Arbeit zeigt sie kleinformatige Zeichnungen und großflächigen Wandarbeiten auf Papier.
Zum Werk:
In ihrer Arbeit geht es um das Erzählen von Geschichten und Träumen. Dynamische Formen, starke Hell und Dunkel Kontraste und Farbschichten, lassen immer wieder neue Perspektiven und Lesarten zu. Für den Betrachter erschließt sich sein eigener "Erzählraum" in den er sich hinein begeben kann.

01.10.2012 Die Landschaft, die ich meine

Die Landschaft, die ich meine

Künstler sehen den Landkreis Rotenburg (Plakat, 2012)

vom 13. Oktober 2012 bis zum 18. November 2012
"Die Landschaft, die ich meine"
- Künstler sehen den Landkreis Rotenburg

Öffnungszeiten:
Samstag: 15 bis 17 Uhr,
Sonntag: 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Eröffnung am 13. Oktober 2012 um 18.30 Uhr

Zur Einführung sprach: Frauke Reinke-Wöhl (M.A., Kunsthistorikerin)

Sieben Künstler aus ganz unterschiedlichen Epochen sind mit ihren Arbeiten im Kunstturm des Rotenburger Kunstvereins vertreten: Jeanette Clasen, Alfred Eversmeier, Heinrich Jaacks, Christopher Lehmpfuhl, Ernst Müller-Scheeßel, Wolf-Dietmar Stock und Franz Veersemann.
Die Motive, die die Maler in und um Rotenburg fanden, sind das verbindende Element dieser stilistisch sehr unterschiedlichen Werke. Sie zeigen den ganz persönlichen Blick der Künstler auf die Stadt und den Landkreis Rotenburg. Die Bilder entstanden in einem Zeitraum von über hundert Jahren und gewähren dem Betrachter von heute Einblicke in teils völlig veränderte Ansichten – oder rufen Erinnerungen an vertraute Situationen hervor.
In ihrer jeweils individuellen Bildsprache malen oder malten die Künstler "die Landschaft, die sie meinen" - ganz gleich, ob sie aus der Region stammten oder erst später nach Rotenburg kamen.

Jeanette Clasen

Jeanette Clasen

Wümmewiese (2007)

Jeanette Clasen
(* 1957 Weißenburg/Bayern)

1975 – 1978 Studium Malerei /freie Graphik an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg
1976 - 81 Studienreisen, u.a. in die USA, London, Paris
1978 - 1982 Akademie der bildenden Künste München, Studienabschluss Diplom,
seitdem freischaffend tätig
Seit 1992 in Rotenburg/Wümme

Ausstellungen:
München, Nürnberg, Münster, Rotenburg/Wümme, St. Andreasberg, Bremervörde, Scheeßel, Köln, Stade

Alfred Eversmeier

Alfred Eversmeier

Getreidefeld mit Birken

Alfred Eversmeier
(* 1928 Vlotho/Weser, † 2008 Rotenburg/Wümme)

- Handwerkliche Ausbildung als Maler in Herford.
- Studium der freien und angewandten Malerei in Bielefeld bei Prof. Karl Muggly und Ernst Hansen, Pädagogikstudium in Köln und Bochum

- 1958 - 1988 Tätigkeit als Oberstudienrat an den Berufsbildenden Schulen Rotenburg/Wümme in den Fächern Gestaltende Berufe und Kunsterziehung
- 1964 lässt sich in Hemsbünde (Landkreis Rotenburg/Wümme) nieder

Ausstellungen:
Vlotho, Herford, Bielefeld, Münster, Visselhövede, Ahausen, Rotenburg/Wümme, Scheeßel

Heinrich Jaacks

Heinrich Jaacks

Am Stadtstreek

Heinrich Jaacks (* 1896 Hamburg, † 1954 Rotenburg/Wümme)

1914/15 Besuch der Altonaer Kunstgewerbeschule
1921 Studium an der Dresdener Akademie, Meisterschüler von Robert Sterl
1924 Studienaufenthalt in Italien
1925 Übersiedlung nach Rotenburg/Wümme

Ausstellungen:
Hamburg Altona, Bremen, Wilhelmshaven, Rotenburg/Wümme, Worpswede

Christopher Lehmpfuhl

Christopher Lehmpfuhl

Dachlandschaft Rotenburg

Christopher Lehmpfuhl
(* 1972 Berlin)

1985 Malunterricht bei Wolfgang Prehm
1992 Studium an der Hochschule der Künste (Hdk), Berlin
1994 Meisterschüler bei Prof. Klaus Fußmann
2001/02 Dozent an der Sommerakademie Hanau
Studienreisen u. a. nach Australien, China, Frankreich, Indien
2007-09 Dozent an der Akademie für Malerei, Berlin

Ausstellungen:
Potsdam, Berlin, Usedom, Bielefeld, Salzburg, Lüneburg, Karlsruhe, Hannover, Rotenburg/Wümme, Braunschweig, San Francisco, Zürich, Basel

Ernst Müller-Scheeßel

Ernst Müller-Scheeßel

Kühe am Bach

Ernst Müller-Scheeßel
(* 1863 Scheeßel - Landkreis Rotenburg/Wümme, † 1936 Gut Hodenberg)

1883 Kunstschule in Hannover und Kunstgewerbeschule in Berlin; gleichzeitig Ausbildung zum Glasmaler in Berlin
1887-95 Aufenthalt in Kanada
1896 Studium der Malerei an der Münchener Malschule von Anton Azbe
1905 Mitbegründer des Vereins "Niedersachsen" e. V.
1918 Mitbegründer des Bremer Künstlerbundes
1934 Berufung als Professor an die "Nordische Kunsthochschule" in Bremen

Ausstellungen:
Scheeßel, Stade, Köln, Bremen

Wolf-Dietmar Stock

Wolf-Dietmar Stock

Der Herbst, der farbige Faun

Wolf-Dietmar Stock
(* 1942 Neuhausen bei Königsberg)

1965-70 Studium der Theologie, Philosophie und Pädagogik in Tübingen, Göttingen und Hamburg
1969-71 Kunststudium in Paris, Schüler von Alfred Wiegmann
1974 lässt sich in Fischerhude nieder, gründet Verlag Atelier im Bauernhaus, Vorsitzender des Fischerhuder Kunstvereins

Ausstellungen:
Biarritz, Lyon, Paris, Ostereistedt, Bremen, Zeven, Bremervörde, Selsingen, Bielefeld

Franz Veersemann

Franz Veersemann

Dorfplatz

Franz Veersemann
(* 1910 Brockel - Landkreis Rotenburg/Wümme, † 2006 Rotenburg/Wümme)

1925 Studium an der staatlichen Kunstschule Bremen, absolviert parallel dazu eine Malerlehre in Bremen
1929 Studium an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, Schüler von Prof. Wilhelm Schnurr und Werner Heuser
1930 Studienreisen nach Paris, Italien, Spanien, Schweiz
1937 lässt er sich dauerhaft in Rotenburg/Wümme nieder

Ausstellungen:
Bremen, Düsseldorf, Worpswede, Köln, Witten, Hamburg, Wuppertal, Hamburg-Altona, Hagen, Rotenburg/Wümme

25.08.2012 Mein Blick

vom 25. August 2012 bis zum 23. September 2012
"Mein Blick"
mit Werken der Künstlerin Yenatfenta Abate

Eröffnung
am 25. August 2012 um 18.00 Uhr

Zur Einführung sprach: Achim Hoops

Wir danken den Stadtwerken Rotenburg (Wümme) für die großzügige Unterstützung dieser Ausstellung.

25.08.2012 - 16.30 Uhr im Ratssaal Rotenburg

Zu der Vernissage der Ausstellung von Yenatfenta Abate hielt der bekannte Schriftsteller

Prinz Asfa-Wossen Asserate

einen Vortrag im Ratssaal des Rathauses Rotenburg (Wümme).

Die Kulturgeschichte Äthiopiens

Beginn 16.30 Uhr.
Im Anschluss an den Vortrag signierte Dr. Asserate im Kunstturm seine Bücher.

Yenatfenta Abate

Yenatfenta Abate

geb. 30.11.1973 in Äthiopien

  • 1993-2003 - Studium der Freien Kunst an der HfbK in Hamburg bei Achim Hoops, Gotthard Graubner und F. E. Walther
  • 1988-1991 - Studium an der School of Fine Arts in Addis Abeba
  • 2008 - Meisterschüler bei Franz Erhard Walther
  • 1990 - Preis von Montreal, Kanada: Stipendium für Deutschland
  • 1997 - Stipendium der Karl Heinz Ditze - Stiftung
  • 1999 - Ausstellung und Katalog: "Kunst in der Börse" Hamburg
  • 2004 - Ausstellung: Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
  • 2005 - Ausstellung: "Free Art Felega l" - Galerie P. Herrmann, Berlin
  • 2006 - Ausstellung: "Seel Lehageri" - Museum Rade
  • 2006 - Ausstellung: "Äthiopien und Deutschland" - 100 Jahre, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Grassi Museum, Leipzig
  • 2007 - Ausstellung: "Millennium Exhibition" - Washington (DC). Blackburn Gallery
  • 2008 und 2009 - Projekt: "Free Art Felega ll und III" - Artist in Residence - Programm des Goethe Instituts Addis Abeba, Äthiopien

Prinz Asfa-Wossen Asserate

Prinz Asfa-Wossen Asserate

Prinz Asfa-Wossen Asserate wurde 1948 in Addis Abeba geboren. Er ist ein Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie. Er studierte in Tübingen und Cambridge und promovierte in Frankfurt.
1976 gründete er die erste äthiopische Menschenrechtsorganisation und 1994 die Gesellschaft zur Erhaltung der äthiopischen Kultur. Prinz Asfa-Wossen Asserate ist Unternehmensberater, Bestsellerautor und politischer Analyst. Für sein Buch "Manieren" (2003) wurde er mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Es folgten die Bücher "Ein Prinz aus dem Hause David" und "Draußen nur Kännchen". Prinz Asserate ist Ehrensenator der Universität Tübingen und Träger des Walter-Scheel-Preises.

Interview mit der Künstlerin Yenatfenta Abate

Yenatfenta Abate

(Foto: Inge Hansen-Schaberg)

Yenatfenta Abate:
In Äthiopien hat jeder Name eine Bedeutung. Ich heiße Yenatfenta, weil die Mutter meines Vaters drei Tage nach meiner Geburt gestorben ist. Yenatfenta bedeutet „Mutter-Ersatz“, also hat mein Vater mir den Namen gegeben: „Du bist meine Mutter.“ Wenn Sie ins Internet gehen, können Sie sehen, dass ich die einzige bin, die Yenatfenta heißt. Mein Nachname Abate bedeutet auf Deutsch „Birne“, in Äthiopien bedeutet es, „eine Blume erblüht“.

Mit 15 Jahren haben Sie bereits die School of Fine Arts in Addis Abeba besucht. Wie war der Weg dahin? Haben Ihre Eltern Sie gefördert?
Yenatfenta Abate:
Nein, alles kommt von mir, es ist in mir gewachsen. Aber mein Opa hat mich als kleines Kind beim Zeichnen beobachtet und in seinem Vermächtnis meinen Eltern auferlegt, dass sie sich um seine Enkeltochter kümmern müssen und ihr Papier und Stifte kaufen sollen. Ich habe ihm damals meine Zeichnungen geschenkt, und er hat sie in seine Bibel gelegt – wir sind eine christlich orthodoxe Familie. Die kleinen Bilder sind dann von meinen Eltern nach seinem Tod entdeckt worden sind. Seitdem haben sie mein Talent erkannt und mich unterstützt. Ich bin ja in der Provinz Gojjam in der Nähe des Blauen Nils geboren worden und musste dann alleine nach Addis, konnte aber bei meiner Tante wohnen. Nach einem halben Jahr hatte ich die Aufnahmeprüfung bestanden und war 1988 die einzige Frau in der Schule.

Wie wurde Ihre Ausbildung finanziert?
Yenatfenta Abate:
Das Hotel meines Vaters wurde unter meinem Namen geführt und hat das Geld eingebracht für die Ausbildung. Schwierig war es für mich vom Land in die Stadt zu kommen und mit den vielen Menschen umzugehen.

Yenatfenta Abate

(Foto: Inge Hansen-Schaberg)

Wie sind Sie dann 1992 nach Deutschland gekommen?
Yenatfenta Abate:
Es gab 1990 einen internationalen Wettbewerb zu dem Thema, wie junge Leute mit der AIDS-Krankheit umgehen. Ich habe mit meinem Plakatentwurf den 1. Preis gewonnen. Die Zeichnung hängt heute im Museum in Montreal, Kanada. Der Preis bestand in einer Medaille und einem Stipendium für ein Studium in Kanada oder Deutschland. Im Goethe-Institut in Addis wurde mir geraten, nach Deutschland zu gehen. Ich habe dann meine Dokumente von der kanadischen Botschaft in die deutsche Botschaft schicken lassen. Zuerst war ich zwei Jahre an der Universität in Heidelberg und habe Deutsch gelernt und ein Studium der Kunstpädagogik absolviert. Danach habe ich die Hochschule für bildende Künste in Hamburg für das Studium der freien Kunst ausgewählt.

Was verbinden Sie mit dem Titel der Ausstellung "Mein Blick"?
Yenatfenta Abate:
"Mein Blick"
ist ein Vergleich zwischen dem, was ich in Äthiopien studiert habe, und dem, was ich in Deutschland in der freien Kunst erfahre. In Äthiopien hatten wir keine Freiheit in der Kunst, wir haben immer begrenzt gearbeitet. Es gab keinen Freiraum für die Phantasie. Alles wurde in einem Rahmen gemalt, ganz traditionell. Es gab keine Freiheit, etwas zu entwickeln, Gedanken laufen zu lassen, Träume umzusetzen. Es war eher angewandte Kunst, begrenzte klassische Malerei. Und ich wollte etwas studieren, was es damals in Äthiopien nicht gab. Seitdem ich als freie Künstlerin tätig bin, betrachte ich alles. Mein Blick richtet sich auf den Kulturunterschied, auf den Unterschied in der Natur und auf das, was ich erlebt habe. In meinem Kopf sind so viele Ideen, die ich rausbringen möchte.

Sie sprachen davon, dass damals in Ihrer Ausbildung Kreativität fehlte. Hat sich jetzt etwas in der Kunst in Äthiopien geändert?
Yenatfenta Abate:
Ja, seit 1996 habe ich vom Goethe-Institut die Möglichkeit bekommen, ein Kunstprojekt in Äthiopien zu initiieren. Jedes Jahr kann ich dort mit den Künstlern arbeiten, und inzwischen sind auch einige Frauen dabei. In den „Free Art“-Workshops diskutieren wir über Kunst, über Kunstwerke, über die Arbeit der Einzelnen. Mit dieser Arbeitsweise und Gedankenfreiheit konfrontiert, sind die Künstler in Äthiopien anders geworden, und wir sind Freunde, reden ohne Angst über unsere Arbeit und über weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Darauf bin ich total stolz! Früher dachten wir, dass wir keine Materialien haben und alles aus Deutschland importieren müssen, vor allem Pinsel, Papier und Farbe „Made in Germany“. Ich habe noch immer diese Pinsel, sie sind Gold wert! Aber wir haben in Äthiopien selbst so viele Materialien, z.B. Steine, Zeitungen, Draht, alte Klamotten, wir müssen uns nur trauen, sie für die Kunst zu benutzen.

Wovon träumen Sie, was sind Ihre Themen?
Yenatfenta Abate:
Nach der Malerei und den Zeichnungen möchte ich jetzt zeigen, wie Zeichnungen dreidimensional werden, zu Figuren und Skulpturen geformt werden, und mit einfachen Sachen etwas entwickeln. Ich möchte nicht nur Papier und Leinwand, Bleistift und Farbe benutzen, ich kann jetzt rausgehen und träumen, frei sein. Das habe ich in Deutschland gelernt. Ich möchte die Unterschiede in den Kulturen aufzeigen, z.B. trägt eine Mutter in Äthiopien ihr Kind auf dem Rücken und in Deutschland werden die Babys im Kinderwagen geschoben; Kaffeekochen dauert in Äthiopien länger als drei Stunden, hier gibt es in einer Minute Kaffee, und das Wetter! In Äthiopien haben wir drei Monate Winter, und in Deutschland ist das ganze Jahr Winter…, aber jetzt haben wir mal Sonnenschein!

Das Gespräch mit der Künstlerin führten Peter Mokrus und Inge Hansen-Schaberg im Kunstturm in Rotenburg.

08.09.2012 Fahrt zur documenta 13 nach Kassel

Am 8. September 2012 fuhr der Kunstverein zur documenta 13 nach Kassel.
Abfahrt 7.00 Uhr in Rotenburg, Aalter Allee (Busstop), Rückkehr gegen 21.00 Uhr.
Preis für Busfahrt, Eintritt und Führung 80 Euro.
Anmeldung durch Überweisung von 80 Euro auf das Konto des Kunstvereins Konto Nr. 26101303, bei Sparkasse Rotenburg-Bremervörde (BLZ 241 512 35).

17.06.2012 Finissage "Lass dein Haar herunter"

17.00 - 19.00 Uhr

12.05.2012 Lass dein Haar herunter

vom 12. Mai 2012 bis zum 17. Juni 2012
"Lass dein Haar herunter" Studierende des Studiengangs Freie Bildende Kunst an der FH Ottersberg zeigen ihre Arbeiten

Öffnungszeiten:
Samstag: 15 bis 17 Uhr,
Sonntag: 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Eröffnung am 12. Mai 2012 um 18.30 Uhr

Zur Einführung sprach: Frauke Reinke-Wöhl (M.A., Kunsthistorikerin))

Mit Werken von

Julia Appelt
Eva Merz
Kerstin Müller
Jonas Vauth
Christopher Wempen
Waltraud Feser-Bonthuis
Franziska Hapke
Ariane Weidemann

Mit meist speziell auf den Kunstturm raumbezogenen Arbeiten haben sich acht, auf Grund ihrer Entwürfe ausgewählte Studierende der Freien Kunst an eine Ausstellung im Kunstverein Rotenburg gewagt.

Mit Bildern, Zeichnungen, Fotografie, Performance und Installationen bespielen die jungen Künstler und Künstlerinnen den alten Feuerwehrturm.

Die noch sehr junge Studierende Franziska Hapke wird mit direkt vor Ort gefertigten abstrakten Malereien vertreten sein. Ariane Weidemann, die im kommenden Jahr mit dem Master of Fine Arts in Ottersberg anschließt wird ihre großformatigen Zeichnungen hängen und ebenso wie Julia Appelt mit ihren kleinformatigen Assemblagen auf die besondere Gegebenheit des Raumes eingehen.

Kerstin Helene Müller und Waltraud Feser-Bonthuis werden zur Eröffnung mit ihren Performances sehr unterschiedlich auf die physische und räumliche Wirkung des Turmes reagieren. Die beiden Studierenden Jonas Vauth und Christopher Wempen zeigen ihre in Teamarbeit erstellte Installation für eine Etage und die Fotografien von Eva Merz verweisen auf die Vergänglichkeit von Situationen und geben Einblicke in den Mikrokosmos der Veränderung.

Die Ausstellung in Rothenburg umfasst junge Studierende sowie baldige Bachelor und Master Absolventen.

Franziska Hapke

Die 1987 geborene Franziska Hapke, studiert seit Januar 2011 an der FH Ottersberg bei Prof. Michael Dörner. Sie beschäftigt sich in ihren meist großformatigen abstrakten Collagen und Malereien auf Papier mit der Zerstörung bzw. Übermalung von vorher aus Bruchstücken konstruierten Bildwelten. Die unterschwellige Agression und Macht der Bilder schlummert bei ihr unter einer Schicht aus Farben und endet oft als weißes Bild.

Kerstin Müller

Performance im Westwerk Hamburg, 2012

Kerstin Müller, seit Mai 2011 Studentin der Freien Bildenden Kunst an der FH Ottersberg. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit den Seinszuständen von Raum und setzt deren Innen und Außen in Beziehung. Physische Raumerfahrung sowie die bildhauerischen Qualitäten von Raum und Nichtraum erhalten bei der künstlerischen Ausarbeitung eine tragende Rolle.

Julia Appelt

Die modellhaften Objekte und Installationen von Julia Appelt, auf spielerische Art zusammengesetzt aus gefundenen Materialien, verstehen sich meist als Andeutung imaginärer Räume, die der Betrachter für sich selbst in verschiedene Richtungen weiterspinnen kann. Da der Schwerpunkt auf der Idee liegt, das Modell als Skizze betrachtend, erheben sie auch keinen musealen Ewigkeitsanspruch. Sie kommen und gehen wie Gedanken und werden in ihrer Fragilität vollständig der Natur des Werden und Vergehens unterworfen. Was zerbricht, wird auf neue Weise zusammengesetzt und eröffnet somit wieder neue Erzählräume. Unterwandert von subtiler Ironie verstehen sich die teils dilettantisch und naiv anmutenden Arbeiten auch als "Rückgeschenk" an die heutige Leistungsgesellschaft.

Eva Merz

Eva Merz: Parallel gestellt werden zwei Fotografien, durch unterschiedliche Ereignisse entstanden, es folgte die Aufnahme und das Aufhängen, dem Betrachter ist freigelassen, den Kontext für sich zu umschreiben.

Christopher Wempen

Christopher Wempen, kommt aus Berlin, und studiert Freie Bildende Kunst, bei Prof. Michael Dörner, an der FH Ottersberg. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Malerei, seine Leitmotive in der Malerei sind die Frau und der Tod, und die Schnittstelle zwischen Leben und Sterben. Seine Bilder haben einen expressiven Gestus und arbeiten mit lasierenden Aufträgen und festen, kräftigen. Er hat zusammen mit Jonas Vauth ein spezielles auf denn Raum bezogenes Konzept für die Ausstellung entwickelt, welches von seinen sonstigen Arbeiten abweicht.

Ariane Weidemann

Ariane Weidemann (26 J.) studierte seit Herbst 2011 den Master of Fine Arts. In ihrer künstlerischen Arbeit zeigt sie kleinformatige Zeichnungen und großflächigen Wandarbeiten auf Papier.
Zum Werk:
In ihrer Arbeit geht es um das Erzählen von Geschichten und Träumen. Dynamische Formen, starke Hell und Dunkel Kontraste und Farbschichten, lassen immer wieder neue Perspektiven und Lesarten zu. Für den Betrachter erschließt sich sein eigener "Erzählraum" in den er sich hinein begeben kann.

Waltraud Feser-Bonthuis

Ausstellung "Mücken drücken und Kröten lecken", Kunsthalle Faust Hannover, (Foto: M.Dörner)

Waltraud Feser-Bonthuis studierte Germanistik, Politik/Soziologie in Göttingen und Hamburg, Studienrätin i.R., seit 2008 Studium Freie Bildende Kunst an der FH Ottersberg, Klasse Prof. Michael Dörner. Sie arbeitet vorwiegend mit den Medien Sprache, Schrift, Buch und Performance.

Jonas Vauth

Jonas Vauth, geboren 1991, studiert seit 2010 in Ottersberg. In seiner künstlerischen Arbeit beschäftigt er sich zur Zeit mit Wahrnehmungsphänomenen, differenzierten Sichtweisen und deren Ursprüngen. Die gesamte Thematik lässt sich auch als eine Art Hinterfragung von Perspektiven mit unzähligen Faktoren betrachten.

Jonas Vauth hat in der Zusammenarbeit mit Christopher Wempen ein raumbezogenes Konzept entwickelt, das sich in diesem Fall mit zwei Sichtweisen zweier Künstler beschäftigt, die sich im Vergleich, in ihrem bisherigen Werk sehr unterscheiden.

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31.03.2012 Siebzehnuhrdreiundfünfzig

Dirk Behrens

Baustelle mit Brücke, 120 x 160 cm, 2012

vom 31. März 2012 bis zum 29. April 2012
"Siebzehnuhrdreiundfünfzig" Ausstellung mit Werken von Dirk Behrens

Öffnungszeiten:
Samstag: 15 bis 17 Uhr,
Sonntag: 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Eröffnung am 31. März 2012 um 17.53 Uhr

Zur Einführung spricht: Brigitte Garde (Freie Kuratorin aus Hamburg)

Mit den Arbeiten von Dirk Behrens präsentiert der Kunstverein Rotenburg einen Künstler, der bereits in vielen Ausstellungen im norddeutschen Raum vertreten war und mit mehreren Kunstpreisen ausgezeichnet wurde.

Dirk Behrens lebt in Stade und arbeitet seit 2000 in seinem Atelier in Issendorf bei Harsefeld im Landkreis Stade.

Die letzte größere Einzelausstellungen wurde 2011 unter dem Titel "Wer ist M?" von der Kulturstiftung Schloss Agathenburg präsentiert. Einige Arbeiten aus dieser Ausstellung werden auch im Kunstturm Rotenburg zu sehen sein, den Schwerpunkt werden allerdings die aktuellen neueren Arbeiten ausmachen.

Das sich durch die Arbeit von Dirk Behrens hindurchziehende Thema der "Stadtlandschaft" hat sich erweitert durch den Blick auf und in Geschäfte und vor allem im künstlerischen Blick auf "Bausstellen".

Auf den ersten Blick und aus der Entfernung gesehen vermitteln die großformatigen Bausstellenbilder in ihrer Fülle an Details einen gegenständlichen Eindruck. Beim Näheren hinsehen bleibt nichts mehr beschreibbar und greifbar.

Brigitte Garde über...

die "Stadtlandschaften" und die Arbeiten der "Bildreihe M"
Die Figuren auf seinen Bildern bevölkern Straßen und Plätze, städtische Großraumbüros, Museen, Hallen, Bibliotheken... Gebündelt zu Menschenmengen, zu Gruppen oder als Einzelindividuen im Raum sind sie zentraler Welt- und Werkaspekt des Künstlers und ein unerschöpfliches Reservoir für immer neue, immer überraschende Bildlösungen. Auf großen und kleinen Formaten bestimmen diese
Figuren den Raum und Rhythmus städtischer Topografien. Mit wenigen Pinselstrichen gelingt es dem Maler, jeder Figur Elemente einer individuellen, authentischen Gestik, Bewegung oder Haltung einzuverleiben, ohne sie anekdotisch auszudeuten. Die Stadtlandschaften oder Räume, in denen sich seine malerisch und zeichenhaft abstrahierten Figuren bewegen, sind oft weit und flächenhaft angelegt; gegenständliche Details übersetzt Dirk Behrens in mehrschichtig belebte, farbige Flächen und Formen.

In der
Werkreihe "M" hingegen verlässt der Künstler das Bildprinzip der Totale. Auf kleinen Bildformaten zoomt Behrens den Einzelnen aus der Masse heran. In diesen meisterhaft konzentrierten Miniaturen, im Moment einer einzigen Bewegung oder Geste, verdichtet Behrens seine Figuren zum Typus eines Menschen, der im Grunde kein individuelles Gesicht oder einen Namen braucht - auch wenn sie im Titel Martha, Marlene, Max oder Marianne genannt werden... Vielleicht liegt hier eines der Geheimnisse seiner Bilder. Sie rühren an individuelle Erfahrungen und wecken individuelle Bilder. Wir erkennen uns in diesen Bildern wieder - als Teil eines Zusammenhangs, der oft fehlt, wenn wir selbst in der Öffentlichkeit unterwegs sind.

28.01.2012 Schlagabtausch

Schlagabtausch
vom 28. Januar 2012 bis zum 04. März 2012
Ausstellung mit Werken von Jeanette Clasen, Amir Omerovic und Stefan Saxen

Öffnungszeiten:
Samstag: 15 bis 17 Uhr,
Sonntag: 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr

Eröffnung am 28. Januar 2012 um 18.30 Uhr

Zur Einführung spricht: Dr. Arie Hartog (Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses, Bremen)