Veranstaltungen / Ausstellungen 2018

Christian Holtmann

Vita Christian Holtmann

1970 geboren in Rheine

1992-1998 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bremen

2000-2005 Studium an der Hochschule für Künste Bremen bei Karin Kneffel
2005/06 Meisterschüler bei Karin Kneffel

Preise und Stipendien

2004 Preis der Nordwestkunst, Kunsthalle Wilhelmshaven
2005 Imke Folkerts Preis für bildende Kunst
2007/08 Stipendium der Künstlerstätte Stuhr-Heiligenrode
2011 Berlin-Stipendium der Freien Hansestadt Bremen
2014 Inselmaler, Sylter Kunstfreunde, Westerland

Einzelausstellungen

2018 Ich kenne das Leben, Galerie Burster, Karlsruhe
Bromance, Evelyn Drewes Galerie, Hamburg
2016 Kann man davon leben?, Galerie Kramer, Bremen
Der Schweizer Sammler, Zentrum für Künstlerpublikationen, Weserburg, Bremen
2014 tratratra, designxport, Hamburg
Style, Sylter Kunstfreunde, Westerland
2013 I'm this, I'm that, Evelyn Drewes Galerie, Hamburg
S/M/L/XL, Galerie Kramer, Bremen
2012 Hard row to hoe, Evelyn Drewes Galerie, Berlin
2011 Easy, Lucky, Free, Kunstverein Cuxhaven
2010 Bad Bank, GaDeWe, Bremen

Gruppenausstellungen

2017 Troy, Evelyn Drewes Galerie, Hamburg
Luther: Idol & Fetisch, Kunstverein Buchholz/Nordheide
2016 Meistern, Kuratiert von Karin Kneffel,
Evelyn Drewes Galerie, Hamburg
2015 Nachts allein im Atelier, Evelyn Drewes Galerie, Hamburg
15 Jahre Preis der Nordwestkunst, Kunsthalle Wilhelmshaven
Knotenpunkt, Affenfaust Galerie, Hamburg
Im Rausch, Städtische Galerie, Bremen
2014 Karin Kneffel und Meisterschüler, Kunstverein Lippe
Head and shoulders, Städtische Galerie Delmenhorst
Notausgang am Horizont, BBK Kunstfrühling, Bremen
2013 Junge Kunst, Sparkasse Karlsruhe
Junge Positionen, Heyne Kunst-fabrik, Offenbach
Mein gespiegeltes Selbst, Palais Rastede
Covern, Jahresausstellung des BBK, Bremen
Kunst und Banausen, Galerie Walden, Berlin
2012 Made in Germany, Blackall Studios, London
Index 12, Kunsthaus Hamburg
2011 Relax, Kreuzberg Pavillon, Berlin
Nachts allein im Atelier, Evelyn Drewes Galerie, Hamburg
2010 33. Bremer Förderpreis, Städtische Galerie Bremen
Leinen los!, 85. Herbstausstellung , Kunstverein Hannover

Mutter & Vater, 2016, 100 x 70 cm, Fine Art Print,

Note, 2013, 73 x 157 cm, Öl auf Papier

Nur geklaut, 2017, 100 x 70 cm, Öl auf Papier

tra, 2016, 100 x 70 cm, Öl auf Papier

Wir haben ihr Kind, 2015, 136 x 95, Öl auf Papier

talent ist cheap

Zur ERöffnung der Ausstellung talent ist cheap
mit Werken der Künstler

Christian Holtmann und Christopher Wempen

am 7. April 2018, 18.30 Uhr

im Kunstturm Rotenburg laden wir Sie herzlich ein.

Einführende Worte: Aneta Palenga, Städt. Galerie Delmenhorst

Dauer der Ausstellung: 8. April bis 6. Mai 2018

Christopher Wempen

Vita Christopher Wempen

1990 geboren in Berlin
2007 International Baccalaureate
2008-2009 Zivildienst
2010-2014 Studium Freie Bildende Kunst / HKS Ottersberg
Klasse Prof. Michael Dörner
2014 Bachelor of Fine Arts
2015-2017 Studium Frei Bildende Kunst / HFK Bremen
Klasse Prof. Heike Kati Barath
2017 Diplom Frei Kunst mit Auszeichnung
2017 nominiert für den Kunstpreis Ottersberg
2017 Preisträger Logenpreis zum Silbernen Schlüssel

Ausstellungen

2017 36. November-Ausstellung im Bremer Logenhaus, Bremer Logenhaus, Bremen (E)
2017 Kunstpreis Ottersberg 2017, Kunstverein Fischerhude, Fischerhude (G)
2017 Hagen Sie So Etwas Schon Gesehen?, Osthaus Museum, Hagen (G) (K)
2017 Diplomausstellung, Dechanatstrasse, Bremen (G)
2016 Kunst + Werk Spezial, Sportgarten-Skaterhalle im Alten Postamt 5, Bremen (G) (K)
2016 Störenfried, Eisenhütte, Augustfehn (E)
2015 Kunst + Werk Spezial, Becker + Brügesch, Bremen (G) (K)
2014 Sensual Erosion, Use Akschen 91, Bremen (E) (K)
2014 Two Fries Short of a Happymeal, Level One, Hamburg (E)
2014 8er Bremer Kunstfrühling, Level One, Bremen (G)
2014 Das Z, Konzerthaus Glocke, Bremen (G) (K)
2014 CW trouver, Cafe Manstein, Berlin (E)
2013 Auf Leben und Tod, Kunststück Berlin, Berlin (G)
2013 Oberwasser | Unterströmung, Kunstverein Stade, Stade (G)
2013 Le monde est blond, Level One, Hamburg (E)
2012 Fünfzehn, E.ON Hanse Vertrieb, Hamburg (G) (K)
2012 Lass dein Haar herunter, Kunstverein Rotenburg e.V., Rotenburg (G) (K)
2012 Jedem sein Stück Torte, Pflegeheim Bethel, Bremen (G)

(E) Einzelausstellung (G) Gruppenausstellung (K) Katalog

adi_jr

Nike_Boy

Schwestern_am_Strand

Text

In meinen Bildern finden sich persönliche Erfahrungen und Wahrnehmungen wieder.
Ich entdecke häufig Bildideen wenn ich durch die Straße laufe zum Beispiel Gruppen von Mädchen mit Einkaufstüten oder Jugendliche in Trainingsjacken und Sneakern. Zudem nutze ich auch Werbung aus Fernsehen, Internet und von Plakaten als Ideengeber. Ebenfalls integriere ich Erinnerungen oder Erfahrungen im Arbeitsleben in meiner Malerei. Insgesamt zeigen alle meine Bilder ein Portrait der heutigen Zeit und wie ich sie erlebe und empfinde.

Sehr wichtig ist mir das Malerische im Bild. Das unkontrollierte Verlaufen von Farbe, das Spielen mit dünner, lasierender Farbe und pastösen Aufträgen, die offene Leinwand und die unausgearbeiteten Partien. Ich arbeite direkt auf der Leinwand ohne Vorskizze. Am Anfang von jedem Bild habe ich eine Idee an der ich versuche festzuhalten. Das Bild an sich entsteht jedoch im Prozess. Häufig nutze ich das verunreinigte Terpentin vom Pinsel putzen als ersten Auftrag auf der rohen Leinwand. Danach arbeite ich mit
Ölstiften, trage Ölfarbe aus der Tube, mit den Händen oder mit dem Pinsel auf. Eine wichtige Entscheidung ist es für mich, nass in nass zu arbeiten. Häufig wird schon vorhandene Farbe abgetragen und neu aufgetragen.

Themen, die mich beschäftigen, sind der Strand, Sportmarken und Fastfood.
In den Strandbildern zeige ich Szenen von Badenden oder Menschen, die vor dem Meer stehen. Interessant finde ich hierbei, dass es meistens der Wunsch nach Entspannung und Ruhe ist, am Strand zu sein. Einerseits zeige ich diese Sehnsucht in meinen Strandbildern und andererseits auch die Realität überfüllte Strände, wo Entspannung eher ein Fremdwort ist.

In meinen Portraits zeige ich Leute in Markenklamotten. Häufig werden ursprünglich einmal Sportausstatter als Lifestyleprodukt Zelebriert. Viele Leute tragen gerne die gängigen Marken: Adidas, Nike oder Puma, wodurch sie alle irgendwie einander ähneln. Ist es ein Wunsch nach Dazugehörigkeit, repräsentieren sie eine Art von Status oder sind sie nur eine Form von Kommunikator? Ich hinterfrage was repräsentiert diese Marke und was möchte man damit aussagen, wenn man sie trägt?

In den Fastfoodbildern arbeite ich an einem mir sehr nahem Thema, da ich seit fast drei Jahren bei Burger King arbeite. Regelmäßig stehe ich entweder an der Kasse beim Gast oder hinten am Board und baue Burger. Das Essen wird als Produkt verkauft. Man isst keinen Burger, sondern einen Whopper oder Big Mac und auch keine Hähnchennuggets sondern Chicken McNuggets oder King Nuggets. Ich sehe immer wieder Menschen, die dasselbe Produkt ordern mit denselben Getränken. Eine Essensfabrik mit Fließbandproduktion ausgerichtet auf Schnelligkeit und Effektivität. Es gibt unzählige Standards, die eingehalten werden müssen, um die Qualität des Produkts zu garantieren. Nichts wird dem Zufall überlassen. Daher sind in diesen Bildern die Lebensmittel im Vordergrund und der Mensch nur am Rande anwesend.

Constantin Jaxy
urban diamonds


Eröffnung der Ausstellung am 26. Mai 2018, 18.00 Uhr

Einführende Worte:
Dr. Frank Laukötter, Kunsthistoriker Bremen

Dauer der Ausstellung: 27. Mai - 24. Juni 2018

Bilder aus der aktuellen Ausstellung

2 Jaxy Entrée Kunstturm
2 Jaxy Entrée Kunstturm
Jaxy - Ebene2 - Kunstturm
Jaxy - Ebene2 - Kunstturm
Jaxy - Ebene 1 - Kunstturm
Jaxy - Ebene 1 - Kunstturm
Jaxy - Ebene 3 - Kunstturm
Jaxy - Ebene 3 - Kunstturm

Jaxy Atelier double drive

Jaxy Atelier Gedankenträger

Jaxy Bremen

Jaxy Galerie Lilian Andree, Basel-Riehen, Schweiz

Jaxy Atelier Mobile Zeitfresser

Jaxy Schloss Leuk, Wallis, Schweiz

VITA CONSTANTIN JAXY

1957 in Bremen geboren
1977-1983 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
1982 Meisterschüler bei Malte Sartorius
1985/1986 Studium an der Königlichen Akademie für Bildende Künste, Den Haag
1988 Gastdozent Stichting Open Ateliers, Rotterdam
2001 Interdisziplinäres Kulturprojekt MERGE auf Java, Indonesien
mit Paul Goodman, Jos (Jhw) Janssen und der Miroto Dance Company
2006 Kulturaustausch Deutschland-China, Bremen-Shenyang,
Luxun Acedemy of Fine Arts, Shenyang, China
2007/2008 Lehrauftrag Universität Hildesheim
2014-2017 Lehrauftrag School of Architecture Bremen
seit 1996 Mitglied im Deutschen Künstlerbund

Stipendien u.a.

1985/1986 Deutscher Akademischer Austauschdienst, Den Haag, Niederlande
1991 Deutsche Akademie Rom, Villa Casa Baldi, Olevano Romano, Italien
1992 Kunstfonds e.V. Bonn
1997 Arbeitsstipendium Land Niedersachsen
2009 Stiftung Bartels Fondation, Basel, Schweiz
2012/2013 Bremische Evangelische Kirche - Projekt >Bremer Spitzen<

Preise u.a.
1987 Kunstpreis Junger Westen für Handzeichnung, Kunsthalle Recklinghausen
1997 Grosser Preis, Internationale Biennale für Zeichnung und Druckgrafik, Györ, Ungarn
2000 Preis der Internationalen Art-Triennale Majdanek, Lublin
2004 Preis (Mention) für Installation und Environment mit Jos (Jhw) Janssen,
Internat. Wettbewerb für elektronische Musik und künstlerischen Klangfilm, Bourges, Frankreich
2007 Platzgestaltung Bremen-Burglesum - Großskulpturen >Wegwarte<

Arbeiten in öffentlichen und privaten Sammlungen u.a.

Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland
Bayerische Staatsgemäldesammlung
Sammlung Deutsche Bank
Kunsthalle Bremen
Sammlung Karin und Uwe Hollweg Stiftung
Kunsthalle Recklinghausen
Mönchehaus Museum Goslar
Hafenmuseum Speicher XI Bremen
E.ON-Kunstsammlung
Deutsche Bauindustrie Berlin
Luxun Academy of Fine Arts, Shenyang, China
Sendesaal Bremen
Boston Consulting Group, Frankfurt
Privatsammlungen u.a. in Basel, Berlin, Bremen, Frankfurt,
Hamburg, Kassel, Köln, New York, Rio de Janeiro, Rotterdam, Zürich

Einzelausstellungen u.a.

1990 Goetheinstitut Bandung, Java, Indonesien
1992 Mannheimer Kunstverein
1992 Kunstverein Freiburg
1996 Helmzange, Aktion Badischer Kunstverein Karlsruhe
1996 Mönchehaus Museum Goslar
2003 Stuttgarter Kunstverein
2005 Hafenmuseum Speicher XI Bremen
2007 BLG-Forum, Überseestadt Bremen
2009 Bartels Fondation Basel, Schweiz
2010 Kunstverein Siegburg/Bonn
2012 Schloss Leuk, Wallis, Schweiz
2013 Kulturkirche St. Stephani Bremen
2014 Mali Likovni Salon, Novi Sad, Serbia
2015 Bankhaus Hallbaum, Hannover
2016 Port, Übergangswohnheim, Bremen-Überseestadt
2016/2017 Robert C. Spies KG, Bremen
2018 Hafenmuseum Bremen, Speicher XI, Bremen-Überseestadt

Galerie-Einzel-Ausstellungen in Basel, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Hannover, Marburg, Bremen und Rotterdam

Ausstellungsbeteiligungen u.a.

1988 L' Art pour l' Europe, EG Brüssel, Belgien
1990 Kunst & Complex, Rotterdam, Niederlande
1990 Deutscher Künstlerbund, Staatliche Kunsthalle Berlin
1991 Interferenzen, Kunsthalle Bremen
2000 Generalkonsulat der BRD im Deutschen Haus, New York, USA
2003 Zeitgenössische Deutsche Grafik, Staatliche Gemäldegalerie Novosibirsk, Russland
2004 Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen: GAK-Satellit 3, Dream and Deed:
Museum Gallery, Prince of Wales Museum, Mumbai, Indien
2007 Luxun Academy of Fine Arts, Shenyang, China
2009 Umfeldarbeit, Projektraum Deutscher Künstlerbund, Berlin
2009/2010 International Print Network Krakau-Oldenburg-Wien
2010 contemporary art ruhr, Weltkulturerbe Zollverein Essen
2011 Guanlan International Print Biennial, Shenzhen, China
2012 Network - C.A.R., Zaha Museum, Seoul, Südkorea
2013 European contemporary print triennial, Toulouse, Frankreich
2014 SCHEINWERFER II, Lichtkunst in Deutschland im 21. Jahrhundert,
Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon
Hangaram Art Museum of Seoul Arts Center, International Edition Art Fair,
represented by gallery Jinsun, Seoul
2015/2016 Regisseure des Lichts. Von Rembrandt bis Turrell, Kunsthalle Bremen
2016 Zwei Meter unter Null, Kunsthalle Wilhelmshaven
Archeologia & Incisione, Castello dei Paleologi, Acqui Terme, Italien
Osten Biennial of Drawing, Skopje 2016, Mazedonien
2017 Heimat ?, Deutscher Künstlerbund Berlin
Artists' Books for Everything, Weserburg, Zentrum für Künstlerpublikationen, Bremen
Premio Acqui, XIII Biennale Internazionale per l`Incisione, Acqui Terme, Italien
NordArt 2017, Internationale Kunstausstellung, Kunstwerk Carlshütte
2017/2018 Nord-West Zeitgenössisch, Kunstmuseum Bremerhaven

seit 1984 Teilnahme an Kunstmessen: u.a.: Art – Cologne – Basel – Zürich – Frankfurt - Karlsruhe

Aus: Constantin Jaxy - Wikipedia

Jaxys Werke kennzeichnet die Affinität zum Technischen und Architektonischen, er ist fasziniert von der Konstruktion – ob dies nun reale, gebaute Architektur ist, ob es technische Gebilde sind, wie Kräne am Hafen oder eine Achterbahn, oder ob es das Verwirrspiel des überdehnten Schattenwurfs eines Baugerüstes ist, das in der Dynamik bühnenbildartige Wirkung erreicht.
Die Umsetzung seiner Wahrnehmung ist vielgestaltig: er zeichnet, malt, druckt, stellt Objekte und Skulpturen her, realisiert Installationen. Energie, Dynamik, Bewegung charakterisieren seine Arbeiten – mit weitausladender Geste und schnellem Duktus setzt Jaxy Linien und Zeichen – man spürt förmlich den körperlichen Einsatz.
Durch die Beschränkung auf Schwarz-Weiß-Töne erreichen auch die kleinsten Arbeiten eine beeindruckende Intensität und Kraft.

Es ist eben so.

Aber wie nun genau?

Darum geht es doch.*

Kunst im öffentlichen Raum.

30 JAHRE KUNSTVEREIN ROTENBURG

Ausstellung im Kunstverein Rotenburg und
Kunst im öffentlichen Raum von Rotenburg

AUSSTELLUNG VOM 22. 09. 2018 BIS 14. 10. 2018

Einladung zur Eröffnung
am 22.09. 2018 um 15.00 Uhr in Rathaus Rotenburg


Es sprechen:
Peter Mokrus, Vositzender Kunstverein Rotenburg
Andreas Weber, Bürgermeister Rotenburg
Prof. Michael Dörner, HKS Ottersberg

Anschließend findet ein Rundgang mit den
Künsterinnen un Künstlern statt.

Eröffnung der Austellung im Kunstturm
am 22.09.2018 um 18.00 Uhr

1) DAS #PRODUKT - Anna Nau und Steffen Gehrdau


#Das_Produkt präsentiert sich neu auf dem Markt. Es kann keiner bestimmten Kategorie zugeordnet werden:

Es ist medial, es definiert sich als Alltagshilfe, es spricht emotionale Ebenen an, es ist letztlich unverzichtbar, beinahe ein Bedürfnis.

2) WOHIN - Valeska Stach


"Der aus transparent-blauem Acrylglas gerfertigte Schriftzug "wohin" im Bahnhof Rotenburg holt ein Fragment lichten Himmels hinunter auf den Gehsteig, indem die Sonne hindurch scheint. Das Wort stellt den Reisenden eine Frage, die auch im übertragenden Sinne verstanden werden kann. Woher wir kommen und wohin wir gehen - eine poetische Annäherung."

3) SCHNITTSTELLE - Leon Bohlsen und Ineke Domke


WENN DU ROTENBURG WÄRST,
WIE WÄRST DU DENN SO?

Darauf hätte ich gerne eine Antwort - genauer gesagt
lieber zwanzig von den verschiedensten Individuen
Rotenburgs. Vom Bürgermeister Weber über
den Kunstverein zur Brennerei Bruns, vom Pastor
über Passanten bis zum passionierten Kneipengänger.
Eben von jedem der sich bereiterklärt einen Satz
über seine Heimat zu Philosophieren.
Die Antworten werden dann mit einem Mikrofon
aufgenommen und durch ein von mir gezeichnetes
Portrait der jeweiligen Person komplettiert, sodass
vorerst einzelne Meinungsbilder entstehen. Im zweiten
Schritt werden die Audiodatein solange digital
zerschnitten und wieder zusammengefügt bis neue,
bisher unerhörte “Mischmeinungen” entstehen, bei
denen keine Aussage mehr ihrem ursprünglichen
Original gleicht.
Parrallel zu dem so entstandenen Klangbild werden
jeweils zwei Gesichtsportraits gezeichnet. Eines
seperat. Ein Zweites, stehts auf dem selben Blatt immer
wieder über die zuvor portraittierten Gesichter
gezeichnet. Die einzelnen Personen werden zu einem
gesamten, ungreifbaren Durchschnittscharakter
verschmelzen. So entstehen zwanzig individuelle
und ein größeres „Mischportrait“. Die Quintessenz
dieser künstlerischen Forschung ist ein vielschichtig
hör- und sehbares Sample des Rotenburgers – paradox
bis anstößig, abstrakt bis selbsterklärend, einleuchtend,
künstlerisch, verfälscht und ehrlich.
Das Ergebnis im Rathaus sowohl bildlich in Form mehrerer
Zeichnungen als auch temporär auditiv über bereitgestellte
Kopfhörer ausgestellt.

4) CANIS LUPUS - Bang so Yeon

• Wölfe in Deutschland

Die Wölfe werden seit dem 15. Jahrhundert systematisch verfolgt und sind seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland so gut wie ausgerottet. Erst in den letzten Jahrzehnten gibt es wieder stabile Populationen in Deutschland und seit geraumer Zeit auch wieder in Niedersachsen. Wölfe stehen unter Naturschutz. Da es in den letzten Jahren vermehrt zu unangenehmen Zwischenfällen, wie das Töten von Schafen kam, wird aktuell wieder über das Einführen eines Jagdrechtes zum Abschuss der Wölfe diskutiert. Bei etwa 150 Wölfen im gesamten Bundesgebiet wird zur Zeit allerdings eine Bejagung ausgeschlossen.

Seit Beginn meines Studiums beschäftige ich mit dem Wolf. Er ist ein Raubtier und lebt im Rudel. Der heulende Wolf, die nach oben strebende Gestalt des Kopfes beim Heulen ist beeindruckend.
Einst waren die Wölfe das am weitesten verbreitet Säugetier neben dem Menschen. Im Umkreis von Rotenburg leben nur wenige Wölfe. Vor vielen Jahrhunderten allerdings bestimmte er das Umland.
Mit dem Aufstellen der drei heulenden Wolfköpfe soll ein Zeichen für das Lebensrecht von Minderheiten gesetzt werden.

Ein Wolfskopf aus Stein in Übergröße dient als Vorlage für zwei weitere Köpfe und bildet zugleich eine der drei Skulpturen für meinen Beitrag zur Kunst im öffentlichen Raum.

5) VANESSA HUTH - Memory diverse Orte

6) WAS BLEIBT - Wenke Wollschläger

Was bleibt?

Im Zeitalter der Digitalisierung bewegen sich die Menschen immer mehr in virtuellen Räumen und hinterlassen dort ihren virtuellen Fußabdruck. Doch was bleibt in der ‘realen Welt‘? Wo hinterlassen wir dort unsere Spuren? Die Bodenarbeit „Was bleibt?“ setzt sich mit dieser Fragestellung auseinander und bietet den Bewohnern und Besuchern von Rotenburg die Möglichkeit, ihre Fußspuren zu hinterlassen.

Ein Becken mit feuchtem Lehm wird vor dem Rathaus installiert. Die Menschen, die nun über den Lehm laufen, hinterlassen dort ihre Fußspuren. Durch den partizipativen Ansatz, der die Bewohner und Besucher einlädt, Teil dieser Arbeit zu werden und sie aktiv mitzugestalten, entsteht ein ständiger Prozess der Veränderung.

7) HÄUSERREIHE - Wenke Wollschläger

Neue Häuserreihe

Im Vorfeld zu diesem Projekt wurde eine Befragung in der Fußgängerzone von Rotenburg durchgeführt. Die Einwohner und Besucher von Rotenburg wurden befragt, welche Gebäude und Häuser (öffentlich) Sie wichtig für Rotenburg finden oder charakteristisch für die Stadt sind.

Diese Gebäude wurden abfotografiert. Die einzelnen Gebäudefronten werden zu einer neuen Häuserreihe montiert. Die Größe der Gebäude ist bestimmt durch die Anzahl der Nennungen. Es entsteht ein für Rotenburg charakteristisch angepasster und für die Bewohner ‚perfekter‘ neuer Häuserverlauf. Das Foto ist in Form einer LKW-Plane am Neuen Markt zu sehen.

8) FARBENRAUSCHEN - Wenke Wollschläger

Farbrauschen

Was nehmen wir wahr, wenn wir durch die Stadt gehen? Wie bewegen sich die Menschen in der Stadt? Wie ist ihr Gehverhalten und wie unterscheidet sich dies? Durch das Gehen und Bewegen der Menschen in der Stadt entsteht ein Rhythmus und ein Takt. Das Verhalten der Menschen in der Fußgängerzone von Rotenburg wurde filmisch festgehalten. Diese Filme wurden zusammengefügt und von einem Fernseher abspielt. Der Widerschein beziehungsweise die Lichtreflexion, die vom Fernseher ausgeht, spiegelt sich auf einer Tischoberfläche wider und diese Spiegelung wurde schlussendlich abgefilmt. In dem fertigen Film sind nur noch die Farben der Umgebung und der Menschen, wie sie sich bewegen, zu erkennen. Durch die Bewegung der Gehenden wird die Farbe zu einem Rauschen und Pulsieren. Die Menschen sind nicht mehr zu erkennen und als diese wahrzunehmen. Was bleibt ist das Farbrauschen.

9) EIN BLICK AUF ROTENBURG - XIHUN REN

„Es ist eben so. Aber wie nun genau? Darum geht es doch.“

30 Jahre Kunstverein Rotenburg

Der Kunstverein Rotenburg wird in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass werden neben zahlreichen Ausstellungen auch künstlerische Projekte im öffentlichen Raum von Studierenden der HKS Ottersberg unter der Leitung von Prof. Michael Dörner entstehen. Nach einigen Ausstellungen und Kooperationen strebt der Kunstverein Rotenburg eine erneute Zusammenarbeit mit der HKS an.

Prof. Michael Dörner hat 2012 parallel zur Einführung der Lehrveranstaltung Kunst im öffentlichen Raum das Label Außerhaus gegründet. „Außerhaus – Studio für Kunst im öffentlichen Raum“ besteht aus einer sich permanent erneuernden Gruppe von Studierenden der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. „Außerhaus“ beschäftigt sich mit der Entwicklung und Ausführung künstlerischer Projekte in urbanen und öffentlichen Räumen. Es werden nicht nur theoretische Fragestellungen geklärt und historische Entwicklungen erörtert, sondern auch im Bezug auf die Berufspraxis konkrete Projekte für den öffentlichen Raum konzipiert und durchgeführt. Seit 2012 sind zahlreiche Projekte entstanden. Hierzu gehören: Bahnhofstraße Bremervörde (2012-15), Gesundregion (2013), Kätzchen 507 – Worpswede (2014), Wurst Oase – Ottersberg, Worpswede (2014), brain aerobic system – KIT Karlsruhe (2015), Kreisel Ottersberg (2014-16), Inklusion inklusive – Neumünster (2016), FairVerkehr – Ottersberg (2017), Ideenwettbewerb Wolfsburg (2017).

Der Titel des diesjährigen Projektes bezieht sich auf ein Zitat des ehemaligen Vorstandsmitgliedes Prof. Hermanus Westendorp, der diese Zusammenarbeit anregte und initiierte - durch seinen plötzlichen Tod allerdings nicht mehr fortführen konnte.
Neben den Projekten und Aktionen im öffentlichen Raum wird im September 2018 eine Ausstellung im Kunstturm Rotenburg eröffnet, in der die Modelle, Zeichnungen und weiteres dokumentarisches Material gezeigt werden.

Kunstverein trauert um Prof. Westendorp
Völlig unerwartet ist der 2. Vorsitzende des Kunstvereins Rotenburg im Alter von 70 Jahren gestorben. Der langjährige Hochschullehrer für angewandte Kunst an der HKS Ottersberg (Hochschule für Kunst im Sozialen) war im Frühjahr 2016 in den Vorstand des Kunstvereins gewählt worden. Daneben war er auch Vorsitzender des Kunstbeirats.
„ Der Kunstverein konnte sich glücklich schätzen, einen so profilierten und hoch angesehenen Kunstkenner in seinen Reihen zu haben“, so der Vorsitzende Peter Mokrus. „Er hat uns ganz neue Dimensionen eröffnet, konnte auf eine Vielzahl von Kontakten in der norddeutschen Kunstszene zurückgreifen, die uns zugute kommen. Auch die Zusammenarbeit mit der HKS hat Hermanus Westendorp massgeblich belebt. So wird im Januar 2018 eine Masterprüfung mit anschließender Ausstellung im Kunstturm stattfinden.“

Für den Spätsommer hat Prof. Westendorp mit Prof. Michael Dörner ein Projekt mit Studierenden der HKS und dem Kunstverein im öffentlichen Raum Rotenburgs geplant. Dieses Projekt soll auch nach dem Tod Westendorps durchgeführt werden, so der Vorstand des Kunstvereins.

Hermanus Westendorp wurde 1947 in Rotterdam geboren, hat in Stuttgart Kunst studiert und war von 1987 bis 2012 als Professor an der HKS Ottersberg tätig, davon 6 Jahre als Rektor der Hochschule. Nach dem Eintritt in den Ruhestand hatten seine beiden Nachfolger, die Professoren
Michael Dörner und Jochen Stenschke die Idee, eine Ausstellung zu Ehren ihres Kollegen zu organisieren. Die Ausstellung „Trio für Treppe und Turm, drei Professoren im Kunstturm“ wurde 2013 gezeigt. Seither gab es eine enge Verbundenheit von Hermanus Westendorp zum Kunstverein
Rotenburg, die letztlich in seine Mitarbeit im Vorstand führte.

Hermanus Westendorp war nicht nur Maler, er war auch begeisterter Musiker mit eigener Band, Philosoph und begnadeter Redner. Und sein feiner Humor, unterstrichen durch seinen holländischen Zungenschlag, vereinnahmte seine Zuhörer. Sein Tod ist für die Kunstszene und den Kunstverein Rotenburg ein schwerer Verlust.