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Inge Hansen-Schaberg und Peter Mokrus vom Kunstver

Inge Hansen-Schaberg und Peter Mokrus vom Kunstverein Rotenburg vor einem Werk des Künstlers Martin Koroscha aus Bremen.

Kunstverein stellt Jahresprogramm vor und ist auf der Suche nach verlorengegangener Jugend
Von Björn Blaak
Der Kunstverein Rotenburg hat sich auch für dieses Jahr viel vorgenommen. Die erste Ausstellung läuft bereits und vier weitere sollen noch folgen. Der Vorsitzende Peter Mokrus stellte bei seinem Blick auf das Programm fest, dass es sich in diesem Jahr nicht nur ausschließlich um männliche Künstler handelt, sondern auch um recht arrivierte. Während im letzten Jahr noch relativ unbekannte Artisten ihre Werke ausstellten, so sind die diesjährigen nicht zum ersten Mal öffentlich wahrzunehmen.\„Wir haben mehr Anfragen als wir bedienen können“, sagt Mokrus. Auch viele junge Künstler wollten ausstellen. Kein leichter Job für den fünfköpfigen Beirat des Vereins, zu entscheiden, wer den Zuschlag erhält und wer nicht. Seit einem Jahr gibt es diesen Beirat, der auf Grund von Katalogen oder anderem Sichtmaterial beschließt, was im Kunstturm hängen beziehungsweise stehen wird und was nicht.\pardFür Martin Koroscha haben sie sich entschieden. Seit rund einer Woche hängen seine Werke im Turm. Und wer sich einen Überblick über sein Wirken verschaffen möchte, der sollte auch die 122 Stufen des Turmes nicht scheuen. Denn außer im obersten Stockwerk hängen seine Werke im ganzen Turm verteilt. Koroscha beschäftigt sich seit rund 15 Jahren in seiner Malerei mit dem Thema „Raum“. Er konstruiert ohne digitale Vorlagen mit Lineal und Bleistift Orte, Räume und Landschaften allein aus seiner Vorstellung heraus. „Die Strenge der architektonischen Elemente befindet sich in einer Spannung zu den malerisch ausgeführten Bäumen. Es scheint ein Widerstreit zwischen Natur und Konstrukt“, schreibt der Kunstverein über den Künstler. Und Koroscha liebt kräftige Farbe, was im weißen Inneren des Kunstturms für kontrastreiche Augenblicke sorgt. Die Koroscha-Ausstellung dauert noch bis zum 5. April. Wer den Künstler, der in Bremen eine Kunstschule betreibt, kennen lernen möchte, kann Sonntag, 12. April, zur Finissage gehen. Dann wird die Ausstellung beendet sein und der Künstler nimmt seine Werke wieder mit nach Hause.\Der interessierte Betrachter könnte ihm natürlich auch eines abkaufen. Aber „die Verkäufe werden generell weniger“, weiß Mokrus aus der Erfahrung zu berichten. Was für den Künstler, der davon leben muss, zu einem Problem werden kann. Generell hätten sich für Mokrus, der den Verein 1988 mit gegründet hat, zwei Sorten Künstler herauskristallisiert: Da sind die, die sehr von sich und ihrer Kunst überzeugt sind und auch nichts dagegen haben, stets mit einer Preisliste zu wedeln, und die, die weder sich noch ihre Kunst gut verkaufen können. „Und oft sind das die besseren Künstler“, findet der Vorsitzende.\Ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen werden die Künstler, denen der Kunstturm ab 16. Mai zur Verfügung stehen wird. Die Künstler aus Amsterdam nennen sich Connexion Amsterdam und werden zu viert präsent sein. Allen voran wird der inzwischen 75-jährige, in Ägypten geborene Künstler Yahya Gaber Yousseff zeigen, was er kann.\Jörg-Peter Splettstößer wird ab 20. Juni im ehemaligen Feuerwehrturm ausstellen. Auch er ist 75 Jahre alt und wohnt und arbeitet in Worpswede und Paris. Früher war er Dozent an den Kunsthochschulen Bremen und Hamburg. Seit vielen Jahren malt, zeichnet und stellt er seine filigranen Werke aus.\Fans von dem Künstler mit dem Namen Hawoli, Abkürzung für Hans Wolfgang Linemann, bekommen nach der Sommerpause Gelegenheit, sich mit dem Werk des Bildhauers auseinander zu setzen. Der Skulpturenbauer aus Neuenkirchen ist an sich fest mit dem Heidekreis verbunden. „Wir wollten dem Heidekreis die Ausstellung gerade anlässlich des 80. Geburtstag des Künstlers nicht wegschnappen“, erklärt Mokrus. Daher wird die Ausstellung auch eine gemeinsame Sache vom Kunstverein Rotenburg und dem Heidekreis sein. Letzerer fördert die Exhibition sogar.\Ebenfalls handfest geht es bei der Kunst von Werner Schlegel zu. Der Artist hat bereits zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum, Auszeichnungen und Stipendien vorzuweisen. Außerdem ist er Lehrbeauftragter an der Universität Paderborn. Ihm gibt der Kunstturm ab 24. Oktober Raum und Zeit für dessen Werke.\Doch der Kunstverein stellt nicht nur aus. Er möchte Kunst und das Verständnis dafür auch auf anderem Wege in die Gesellschaft tragen. So plant er in diesem Jahr ein Kunstprojekt mit der Bildnerischen Werkstatt der Rotenburger Werke, bei dem behinderte und nichtbehinderte Jugendliche gemeinsam Kunst erschaffen sollen. Eine Künstlerin aus Bremen wird dieses sechswöchige Projekt der künstlerischen Inklusion begleiten.\Auch haben die Vereinsmitglieder sich für dieses Jahr wieder vorgenommen, Ausstellungen unterschiedlicher Kunsthallen anzuschauen. Bremen, Hamburg und Emden sind schon eimal ins Visier genommen.\Eine Kunstreise ist ebenfalls geplant. Noch heute schwärmen die Kunstliebhaber von der letztjährigen Reise nach Riga, der Kunsthauptstadt Europas 2014. Wohin es dieses Jahr gehen soll, stehe aber noch nicht fest, erklärte Mokrus.\Die schon über Jahre andauernde Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule in Ottersberg soll weiter intensiviert werden.\Und noch eines hat sich der Verein auch noch auf die Agenda geschrieben, und dieser Punkt steht sicherlich bei vielen Vereinen auf der To-do-Liste: Mitglieder suchen. Zwar sind es aktuell rund 150, „was für eine kleine Stadt wie Rotenburg schon ganz ordentlich ist“, bemerkt Mokrus, aber viele von ihnen seien schon seit der Gründung 1988 dabei. Das bedeutet, dass junge Mitglieder dringend erwünscht sind. Doch Ganztagsschulen, Sportvereine oder virtuelle Welten nagen ebenfalls am Zeitbudget der jungen Leute. Da würde Kunst schon mal hinten über fallen. „Wenn in der Schule mal Kunstunterricht ausfällt, meckert auch keiner“, sagte Mokrus und sieht schon da einen Indikator dafür, dass Kinder beziehungsweise Jugendliche und Kunst nur selten zueinander fänden.\Wer sich über den Kunstverein Rotenburg informieren möchte, kann das auf rund um die Uhr tun.

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ROTENBURG - Von Wibke Woyke. Kunst und Ausstellungsräume, die quasi miteinander kommunizieren – genau diese Verbindung gibt es zurzeit im Rotenburger Kunstturm in der Nödenstraße. Noch bis 6. Dezember werden dort Werke von Werner Schlegel gezeigt. Zu der Ausstellung ist ein Katalog erschienen, den der Kunstverein Interessierten ans Herz legt.\pardMokrus und Inge Hansen-Schaberg vor einigen der Werke, die zurzeit von Werner Schlegel im Kunstturm gezeigt werden. Ein Katalog zu der Ausstellung ist jetzt zu haben Foto: Woyke\pardPeter Mokrus und Professorin Dr. Inge Hansen-Schaberg vom Vorstand des Vereins werben beim Pressegespräch sowohl für den Besuch der Präsentation als auch für den Katalog. Dass Schlegel in Rotenburg aktiv ist, ist einem Tipp von André Schweers und Sabine Schellhorn zu verdanken. Beide Künstler stellten im Emschertalmuseum Herne aus, hatten auch die Werke Schlegels gesehen und als Schellhorn und Schweers in Rotenburg gastierten, gaben sie dem Kunstverein den Hinweis, er möge sich doch einmal mit dem Bildhauer und Zeichner beschäftigen – denn er und seine Arbeiten würden gut zum Kunstturm passen.so nahmen die Rotenburger Kontakt mit Schlegel auf, der sich die Ausstellungsräume ansah. „Und er war sofort hellauf begeistert vom Turm“, berichtet Mokrus. So sei bei dem Künstler die Idee entstanden, nicht etwa bereits bestehende Werke zu zeigen, sondern eigens für den Kunstturm neue zu kreieren. Ergebnis: Räume und Werke passen optimal zusammen, bescheinigt der Vorstand. „Der Turm wird nicht dominiert von den Werken, das Ganze wirkt nicht überladen“, so Mokrus. Und Hansen-Schaberg sieht ein gelungenes Gesamtkunstwerk, zu dem sich der Künstler von dem Turm inspirieren ließ. Und tatsächlich: Wer sich in dem markanten Gebäude umsieht, entdeckt schnell, wie gut Werke und Räume miteinander korrespondieren. Die dreidimensionalen Objekte treten oftmals quasi aus der Wand heraus und bieten auch in der farblichen Gestaltung ein perfektes Zusammenspiel mit dem Turminneren.(1953 geboren in Greiz/Thüringen) studierte Kunst und Sport und hat bereits zahlreiche Ausstellungen bestritten. „Dem Bildhauer und Zeichner, Atelier in Salzkotten-Niederntudorf, geht es in seinen Arbeiten um nichts Geringeres als die Verbindung von Bildhauerei und Malerei, von Skulptur und Bild“, heißt es beschreibend vom Kunstverein. Besonderheit: In Rotenburg schaute Schlegels Sohn vorbei, gemeinsam mit einem befreundeten Fotografen, der die Kunst mit besonderem Blick in Szene setzte. Zusammen gestalteten sie den Katalog zur Ausstellung, der nun für fünf Euro direkt beim Kunstverein zu haben ist – auch nach dem Ende der Präsentation. Das Druckwerk, davon ist Hansen-Schaberg überzeugt, sei auch ein schönes Weihnachtsgeschenk für Kunstinteressierte.sich die Ausstellung noch ansehen möchte, hat dazu am kommenden Samstag von 15 bis 17 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr die Chance.\'dcbrigens: Das Programm für die kommenden Monate steht für den Kunstturm bereits und wird Anfang des Jahres öffentlich gemacht. Grundsätzlich, so Mokrus, werde bei der Wahl der Künstler auf Qualität geachtet. Ende Januar geht es fürs Jahr 2016 los mit einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit der HKS Ottersberg. Studierende zeigen dann ihre Masterarbeiten.\pardZurück