Kontrast umkehren

Junge Positionen: Gestalten gestalten

Skulptur und Installation
27. Juni - 19. Juli 2026
Studierende der HFK Bremen: Hendrik Cordes, Simon Wohlgemuth, Merle Tatoli
"Zwischen-Zwei-Zelten", 2024 © Foto: Marten Blatt
"Zwischen-Zwei-Zelten", 2024 © Foto: Marten Blatt

Die drei Studierenden der „Hochschule für Künste in Bremen“ (HfK), behandeln auf verschiedene Arten ein ähnliches Thema: Plastiken schaffen die ihren Ursprung in der Natur, oft in der tierischen Welt, haben. Die entstandenen Wesen unterscheiden sich dann aber entschieden voreinander, was vor allem den verschiedenen formalen Vorstellungen der dreien geschuldet ist. Die Plastiken, die entstehen, sind mal nahe an ihrem Ursprung, mal aber dessen Übersetzung in eine reduzierte, mehr oder weniger organische Form. Durch völlig unterschiedliche Materialien in denen sie dargestellt sind, sprechen sie von einer zeitgenössischen Haltung in der Kunst – das Material, dass mich umgibt, wird unmittelbar für die gestalterischen Prozesse eingesetzt. So wird z. B. Bauschaum, Zeitungspapier, Karton, Äste oder Ähnliches in die Arbeit eingebaut. Dies beeinflusst dann den Charakter der Arbeit und zeigt einen wichtigen Aspekt. Bei diesen drei Studierenden geht es um Offenheit und auch um die Suche nach einer eigenen Formsprache.
Hendriks Cordes Skulpturen entstehen im Spannungsfeld zwischen spielerischem modellieren und präziser Formgebung. Pralle Volumen und körperhafte Formungen verweilen bewusst in Unklarheit. Sie scheinen eigenartig vertraut und fremd zugleich.
Als gelernter Geigenbauer hat die bildhauerische Arbeit von Simon Wohlgemuth ihren Anfang in der Bearbeitung von Holz. Die dabei erworbenen Fertigkeiten wendet er nun auch in der Arbeit mit anderen Medien an. Auch im Rahmen seiner Arbeit mit Bronze kommen viele verschiedenen Techniken und Ausgangsmaterialien zum Einsatz, aus denen sich meist Tiermotive ergeben.
Die Themen, die Merle Tatoli beschäftigen, drehen sich meist um (alltägliche) existenzielle und identitätsbezogene Fragen, insbesondere im Kontext psychischer Krisen. In dieser Verflechtung richtet sie ihren Fokus immer wieder auf die Tiefen der emotionalen Ebene, versucht sie zu ergründen und auszudrücken. Ihre Arbeiten versteht sie als Dialog zwischen sich selbst und der entstandenen Skulptur.

Termine

26. Juni 2026, 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung

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