Veranstaltungen / Ausstellungen 2016

IN THE BEGINNING THERE WAS RHYTHM

Eine Gruppenausstellung von Andrea Firnkes,
Leonie Nowotsch und Florian Münchow.

Vernissage: 23. Januar 2016 - 18.00 Uhr
Einführung: Prof. Michael Dörner

Ausstellungsdauer: 24. Januar 2016 - 21.Februar 2016

Andrea Firnkes

Andrea Firnkes

IN THE BEGINNING THERE WAS RHYTHM

In den unter diesem Titel zusammengefassten Arbeiten korrespondieren verschiedene Ebenen miteinander, entweder in Einklang und Ergänzung oder in Disharmonie und Kontrast.

Von den fotografischen Arbeiten abgesehen, deren Ebenen dabei in diesem Sinne eine gesonderte und vor allem in Hinblick auf die gewählte Perspektive in Downside Up wortwörtlich andere Position einnehmen, sind die Zyklen Lilt, Silence Is A Rhythm, Too und Silent Type Writer in ihrer Wirkung geprägt vom Effekt und Einfluss der Wiederholung.

Diese entwickelt einen eigenen Rhythmus, eine Dynamik geprägt vom Wechselspiel aus Verdichtung und Entspannung, dem Drang zur Zuspitzung des dargestellten Sachverhalts und der schieren Präsenz des portraitierten Objektes in Lilt und Silent Type Writer hin zur Auflösung und der Entlassung des Rezipienten in die stete, stoische Stille von Scapes und Silence Is A Rhythm, Too, dessen Titel einer Zeile des Liedes In The Beginning There Was Rhythm der britischen Post-Punk- Gruppe The Slits entnommen ist.

Bei alldem wird auch deutlich, dass die Arbeiten nicht nur in sich selbst oder innerhalb ihres eigenen Kollektivs arbeiten sondern auch in Bezug zu den anderen Werkgruppen stehen. Was die eine erzeugt, wird durch die andere verstärkt oder gebrochen, vorbereitet oder weitergeführt.

Für die Ausstellung im Kunstverein Rotenburg e.V. liegt der Fokus in der Präsentation der beiden jüngsten Zyklen Silence Is A Rhythm, Too und Silent Type Writer, dieser Katalog beinhaltet einen Überblick auf das Gesamtwerk.

Die Astronomie auf der Straße.

In Kunstgalerien trifft man stets emsige Besucher, die mit allen Anzeichen des Entschlusses, heute die Galerie von a bis z kennen zu lernen bei Saal Nr. 1 und Bild Nummer 1 beginnen und eifrig den Blick abwechselnd auf den Katalog und auf das vor ihnen hängende Bild gleiten lassen; stundenlang wird unermüdlich Bild für Bild „erledigt“, und schließlich treten aus dem letzten Saal erschöpfte Leute, aus deren Antlitz nichts weniger als das Gefühl eines eben erhaltenen großen Kunstgenusses uns entgegenleuchtet; und als Ergebnis bleibt vielfach nicht viel mehr als ein Gefühl der Ermattung und eine verschwommene Vorstellung von allerlei Köpfen, Blumen, Thierstücken, Landschaften, aus deren Zahl allerdings einige besonders auf des Auge und das Gemüt einwirken.
Wer dagegen Muße genug besitzt und zu genießen statt zu arbeiten beabsichtigt, wird sich nach einem kurzen Überblick und vielleicht mit Zuhilfenahme einer passenden Anleitung vor allem einige hervorragende Gruppen von Kunstwerken, besonders wertvolle Erzeugnisse der einzelnen Schulen aus der verirrenden Masse herausheben; er schafft sich auf diese Weise innerhalb der Sammlung gewissermaßen eine kleine Privatgalerie, die er öfters besucht und in deren Verständnis er mit Liebe und Hingebung immer tiefer eindringt: diese dient ihm dann als Grundlage, von der aus er seine Kenntnis des Ganzen je nach Bedürfnis und Geschmack weiter ausbildet.
Ganz Aehnliches trifft für den Laien zu, welcher die Anregung in sich fühlt, in dem unendlichen Meer von Sternen und Sternchen, die allabendlich am dunklen Firmament erglänzen, sich wenn auch nur oberflächlich zurechtzufinden. Der astronomischen Wissenschaft bringt zweifelsohne das Publikum viel Liebe und Interesse entgegen; aber die Versuche, mit Hilfe von Sternkarten sich zu orientieren, scheitern meist daran, dass letztere zu viel bieten und dadurch verwirren und ermüden. Ungefähr 116 Sternbilder mit vielfach sehr willkürlicher Anordnung und mit oft wunderlich gemischten Namen von Thieren, mythischen Personen, Waffen, physikalischen Instrumenten etc. sollen durch die scheinbare Analogie ihrer Anschauung dem Gedächtnis nachhelfen (Crichthon, Paradiesvogel, Kameleopard, Uranischer Sextant, Einhorn, Luftpumpe, Schild des Sobiesky, Elektrisiermaschine, Brandenburgisches Scepter u. f. f. ).

Dazu kommen eine große Zahl einzelner Sterne, endlich die Planeten, die zudem fortwährend ihre Stelle unter den übrigen Sternen wechseln, – das alles verwirrt und entmutigt den Laien; und nach wenigen Abenden mehr oder weniger emsigen Vergleichens zwischen dem gewaltigen Sternenfeld über unseren Häuptern und zwischen dem kleinen, dazu meist ebenen Abbild in der Hand wird in der Mehrzahl der Fälle an dem Bekanntwerden mit dieser schönen Wissenschaft verzweifelt.
Die Himmelstopographie erlernt sich nicht an einem oder zwei Abenden, und zumal hier, wo das Beobachtungsfeld selbst beweglich ist, ist es unerläßlich, sich zunächst auf einige besonders in die Augen springende Gruppen und Hauptsterne zu beschränken. Diese kleine Privatgalerie von Sternen möge der Beobachter mehrere sternhelle Abende nacheinander besuchen und an ihrem Glanz, ihrem flimmernden, mitunter wechselnden Lichtschein, ihren Farben sich erfreuen; hat sich dann die Vorstellung von ihrer gegenseitigen Lage immer mehr gefestigt, weiß der Beobachter: hier wird die Wega, hier der glänzende Arctur, hier der Herrscher Sirius aus dem Dunkel auftauchen, wenn die Reflexe des Sonnenlichts mehr geschwunden sind, – dann wird sich die Freude an weiterem Eindringen von selbst einstellen. (...)
Die Voraussetzungen, welche zum Verständnis erforderlich sind, werden sehr geringe sein: erstens an astronomischen Vorkenntnissen die Bekanntschaft mit dem Sternbild des Großen Bären und zweitens Liebe zur Sache und häufige Betrachtung des Sternenhimmels.

Dr. C. Cranz Titel: Die Astronomie auf der Straße Teil I aus: Die Gartenlaube; Herausgeber: Adolf Kröner; Erscheinungsdatum: 1891; Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig; Erscheinungsort: Leipzig

Silent Type Writer

Silent Type Writer ist ein Kollektiv aus einzelnen Filmen, die die Arbeit mit Wiederholung und Rhythmus weg vom Papier in das Feld der Videokunst führen und dadurch nochmals beträchtlich erweitern. Vier Ebenen stehen sich nun gegenüber. Bild, Text, Ton und Zeit. Wie in den Arbeiten zuvor kooperieren diese Ebenen miteinander oder brechen die Dynamik der jeweils anderen.

So bilden zum Beispiel in GO ON Text und Ton eine klare Einheit, jedoch läuft der bildnerische Hintergrund konträr dazu in seiner völlig eigenen Manier.

In KEEP CALM wiederum bilden Text und Ton zwar auch eine Einheit, die Aussage des Textes steht jedoch im Gegensatz zur drängenden Dynamik der Tonspur und nimmt Bezug auf die klaustrophobische Atmosphäre des Bildes.

YOU CAN'T RUSH THINGS bricht mit den rhythmischen, perkussiven Tonspuren und wird von einer Melodie begleitet, die sich im Laufe des Filmes stets wiederholt und in einem bestimmten Turnus durch Hinzunahme weiterer Instrumente aufgebaut wird. Die Textspur verlangsamt sich währenddessen, der Bildhintergrund folgt ganz einer Fahrt auf der Straße entsprechend seiner eigenen abwechslungsreichen Geschwindigkeit

Silence Is A Rhythm, Too

Der Raum ist still. Kein Wort. Keine Erklärung. Kein Titel, der sofortige Orientierung bietet.

I'm not here to entertain you, I'm here to make you feel uncomfortable, erklärte Luis Buñuel und diese Worte gelten auch hier. Es braucht Stärke um Stille auszuhalten, Zeit um sich in den Myriaden zurechtzufinden und... Stand sich von der Schlichtheit des Auftritts nicht trügen zu lassen. Ist hier Nichts? Nein, hier tut sich ein ganzes Universum auf. Man muss sich nur die Mühe machen die Anhaltspunkte richtig zu deuten, die Chiffrierung. Join the dots.

Silence Is A Rhythm, Too ist aber nicht nur eine offensive Aufforderung an seinen Betrachter, es ist vor allem eine visuelle Umsetzung der gleichlautenden Zeile aus dem bereits erwähnten Lied „In The Beginning There Was Rhythm“, denn Sternbilder sind, um Simon & Garfunkel zu paraphrasieren, signs of silence. Das semi-transparente Krepp-Papier, im Alltag ein Handwerker-Mittel zum Abdecken und Dämpfen, ist nun ein Instrument um blanke Linien auf ein blankes Papier zu zeichnen, um ihm dadurch eine neue Struktur zu geben, einen stillen Rhythmus, auf dem jene signs of silence porträtiert werden.

Leonie Nowotsch

Leonie Nowotsch

Vita

Geboren: 1990 in Bremerhaven
lebt und arbeitet in Bremen

Ausbildung: seit 09.2015 Masterstudium (MFA), Hochschule für Künste im Sozialen
Ottersberg, künstlerischer Mentor Michael Dörner

09.2011 - 07.2015 Bachelor of Fine Arts (BFA), Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg, Klasse Prof. Jochen Stenschke

Ausstellungen: 2015 Gruppenausstellung, KUNSTFOLGEN 2.0, Bremerhaven
(Auszug)
Einzelausstellung, SCHAFSKÄLTE, Gleishalle Bremen

Gruppenausstellung, CES Kunstpreis 2015 (2. Platz), Velbert

Einzelausstellung, Verlorenes Idyll, Seemannsheim
Bremerhaven

Doppelausstellung, Neuer Realismus – Fernab jeder UTOPIE,
Wallerie, Bremen

2014 Gruppenausstellung, EnergieWendeKunst, silent green
Kulturquatier, Berlin

Gruppenausstellung, UMWELT IM ÖKOLOGIEDISKURS –
ERNEUERBARE ENERGIEN anlässlich der 5. Int. Biennale
Hamburg/ Malerei, Galerie – Kam, Hamburg

Gruppenausstellung, 20. Kunstausstellung NATUR-MENSCH,
Sankt Andreasberg

Gruppenausstellung, Schmu Kunstpreis – 15 Jahre plan.d.,
Produzentengalerie plan.d. , Düsseldorf

Gruppenausstellung, Lebensraum - 41. Kunsttage Detmold,
Detmold

Gruppenausstellung, Das Z, Die Glocke, Bremen

Einzelausstellung, Heile Welt, level one, Hamburg

2013 Gruppenausstellung, Oberwasser-Unterströmung,
Kunstverein Stade

Leonie Nowotsch_Zeichnung 211x291 cm _2016

Florian Hauke Münchow (B.F.A.)

Florian Münchow

Studium
seit 2016 Studium der Freien Bildenden Kunst
an der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg (HKS) (M.F.A.)
künstlerische Betreuung im Master Prof. Michael Dörner
wissenschaftliche Betreuung Marion Bertram M.A.
2013 bis 2015 Studium der Freien Bildenden Kunst
an der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg (HKS) (B.F.A.)
Klasse: Prof. Michael Dörner
2011- 2013 Studium der Freien Bildenden Kunst an FH Kunst,
Arnstadt Balingen (FHK) (B.F.A.)
Klasse: Prof. Andreas Mayer- Brennenstuhl
Stipendien und Preise
„72 hours urban action 2012 Stuttgart“
Teil von „Bob´s Dreamteam“
2. Platz / architecture award (G)
„Deutschland Stipendium“
der HKS, Ottersberg 2014- 2015
CES Kunstpreis 2015 (1. Platz)
Ausstellungen und Projekte
2016
„ISO 9001“ Kunstturm, Kunstverein Rotenburg Rotenburg (G)
Kunst in öffentlichen Raum, Kunst im Verkehrsraum Rathaus Ottersberg (G)
2015
„Bugs and Glitches“ Projekthaus Hamburg (E)
„Plong“ Klasse Michael Dörner, level one Hamburg (G)
„Bugs“ Kunsthaus L6/ Garage (verlängert) Freibug (E)
Kunstwettbewerb / Ausstellung CES Kunst und Unternehmen Velbert (G)
„Smart Bastard“ level one Hamburg (E)
2014
„Unterbrechung“ level one Hamburg (G)
„Das Z“ „Glocke“ Konzerthaus Bremen (G)
2013

„Velada Remix“ Teil der artweek Hamburg (G)
2012
„Feinkost 2.0“ Feinkost Arnstadt (G)
„urban experience“ Erfurt (G)

(G) Gruppenausstellung
(E) Einzelausstellung

Positionspapier Florian Münchow
Bugs & Glitches
„its not a Bug, its an option“
„Es ist keine Fehler, es ist eine Möglichkeit“
- Aussage eines unbekannten Computerspielers -
Ein Computerspiel bildet an Hand von Algorithmen eine bestimmte Form von Realität ab. Alles in dieser Realität hat einen bestimmten Nutzen, Funktion und Wichtigkeit. Der Spieler muss sich den Algorithmen anpassen und sich selbst in seinen eigenen Möglichkeiten beschneiden um mit dieser Realität umzugehen. Findet man nun einen Fehler, einen „Bug“ oder „Glitch“, hat man die Chance sich dem Algorithmus zu entziehen und die vorhandene Spielwelt, Realität anders zu nutzen undneue und unvorhergesehene Spielmechaniken entstehen zulassen.
Meine Arbeiten beziehen sich stark auf diesen Grundgedanken, der vorhandenen Realität und Möglichkeit diese anders zu nutzen. Um das Potenzial eines Objektes, welches häufig übersehen wird, darzustellen nutze ich Prozesse von Aufdeckung, Zersetzung, Zerstörung, Vervielfältigungund Deplatzierung. Diese Prozesse finden allerdings immer im Rahmen ihrer Ausgangsform statt.
Ein Rollladen wird im Fensterloch defragmentiert, Feuerlöscher werden mit sich selbst gedoppelt oder ihre Stabilität in Frage gestellt. Ein Rollwagen mit Teppich aus dem Messebau wird in den Ausstellungsraum verpflanzt und kann dort sein skulpturales und malerisches Potenzial zeigen.

Die Objekte, mit denen ich mich beschäftige, sind Stellvertreter des alltäglichen Lebens, einem Leben das von Prioritäten in der eigenen Wahrnehmung geprägt ist.Mein Motiv innerhalb meiner künstlerischen Arbeit ist nicht, eine völlige Loslösung von Hierarchie in der Wahrnehmung, sondern nur teilweise einen Fokus auf scheinbare Nebensächlichkeiten zu lenken. Eine vollständige Auflösung von Prioritäten in der Wahrnehmung würde eine massive Kakofonie von Eindrücken nach sich ziehen. Meine Arbeit soll einladen, seine eigene Wahrnehmung in Frage zu stellen und sie zuschärfen. An dieser Stelle empfinde ich es als extrem wichtig, didaktische Momente zu umgehen, der Rezipient soll nicht gesagt bekommen, wie man dieWelt verstehen soll, sondern in einen offenen Prozess der Reflexion eingeladen werden.

In unserer Welt, besonders in unserem Kulturkreis, unterliegen die Dinge unseres alltäglichen Lebens einer Logik und Normen. Lichtschalter sich auf einer bestimmten ergonomischen Höhe,Fluchtwege führen uns schnell aus Gefahrensituationen. Alles Unterliegt einer bestimmten Form von „Cleverness“. Mit meiner mechanischen Arbeit, dem „ Transportwagen“, versuche ich diese Form von „Cleverness“ zu unterlaufen. Innerhalb der Arbeit besteht die Aufgabe nahezu leere Pappkartons sicher von A nach B zu bringen. Die Ladung wird auf einem Rollwagen mit einer überdimensionierten Seilwinde gesichert. Geht man aber in seinem Vorhaben, des sicheren Transports nur einen Schritt zu weit und spannt das Seil zu sehr, kommt die „Cleverness“ in wanken.

Aus dem hohen Maß an Aufwand entsteht nichts Sinnvolles, all das ausgesuchte Material und die durchdachte Mechanik produzieren scheinbar nichts. Losgelöst von der Priorität der Sinnhaftigkeit ergibt sich eine mobile und kinetische Installation, die die Sinnhaftigkeit zu Gunsten von Spiel mit Material und Grenzerfahrung aufgibt.
Die Idee, mit größtmöglichem Aufwand eigentlich nur ein minimales Ergebnis zu erzielen und damit fern jedem geplanten Produktionsprozessen zu sein, empfinde ich als größtmöglichen Abstand zu einer Einreihung in eben diese Prozesse. An dieser Stelle erfahre ich für mich einen persönlich Sinn im künstlerischen Handeln. Es ist die Freiheit, sich nicht einfügen zu müssen.

Das Hauptfragestellung in meinen Ausstellungskonzepten war immer der Umgang mit den eigentlichen Skulptur, Installation oder Intervention und den fotografischen Dokumentationen.Mittlerweile halte ich diese Gegenüberstellung für wichtig und notwendig, da nur Installationen,Skulpturen und Interventionen durch meine Machart einen starke dekonstruktivistische bis destruktive Gewichtung erzeugen würden. Durch die Fotografien wird auch der formal ästhetische Aspekt der Arbeiten ein Raum gegeben, der sonst in einer vielleicht falschverstandenen Randalehaltung untergehen könnte.
Mein Anspruch liegt nicht darin, schöne Dinge zu machen, sondern auch durch ästhetische Interventionen in die Wahrnehmung zu rücken.

Florian Münchow

_Intermezzo

Vom 3. April bis 1. Mai werden im Kunstverein Rotenburg Bilder des Bremer Malers Bernd Müller Pflug gezeigt.
Durch die ungewöhnliche Malerei auf Acrylglas ergibt sich ein umgekehrter Malprozess:
dadurch, dass die ersten Farbaufträge letztlich im Vordergrund und die späteren Farbsetzungen im Hintergrund erscheinen, wird das Bild nicht nur seitenverkehrt, sondern in gewisser Weise „rückwärts“ entwickelt.
Die Malerei entsteht durch eine offene Abfolge von Bildzustand zu Bildzustand und wird nicht von einer im Voraus planbaren Bildwirkung geleitet.

Durch meist lasierend aufgetragene Farben verschmelzen Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund und lassen keine eindeutige räumliche Orientierung zu.
Der kaleidoskopartig aufgefächerte Bildraum erscheint gleichzeitig als Innen- und Außenansicht und ist vielfach gebrochen.
Den geometrischen Kompositionen stehen Arbeiten gegenüber, deren organische Formen schwerelos im Raum stehen und scheinbar Assoziationen zu Wasserwelten oder Einblicke in mikroskopische Tiefen gewähren.

Ausstellungseröffnung: 2. April 2016 - 18.30 Uhr

Einführung: Meike Su

Ausstellungsdauer: 3. April - 1. Mai 2016




Kurz-Vita

Bernd Müller-Pflug

1955 geboren in Frankfurt/M

1975-76
 Tischlerlehre

1976-78 Studium der Malerei und Grafik an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel

1978-81 Studium der Malerei an der Fachhochschule Ottersberg 


Seit 1983 Dozent an der Fachhochschule Ottersberg


Seit 1996 Professur für Bildende Kunst/Malerei an der Fachhochschule /HKS Ottersberg


Lebt und arbeitet in Bremen

VIEW III/3 2015 Lackfarbe auf Acrylglas 135x100 cm

Ohne Titel III/2 Lack auf Acrylglas 43 x 43

View III/2 " 2015 Lack auf Acrylglas 135x100 cm

Vom 25. September 2016 bis 23. Oktober 2016
Ausstellung mit Werken von Ulrike Donié

Vernissage: 24. September 2016 um 18.30 Uhr

Einführung: Ulrike Donié persönlich

Die in Saarbrücken geborene und in Hennef bei Bonn lebende Künstlerin wurde durch eine Vielzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen gewürdigt.
Ausstellungen in Polen, Japan und Dänemark sowie u.a. im Kunstverein Siegen, Aachen, Kunsthaus der Stadt Bocholt, Stadtmuseum Beckum, Regensburg, Kunstverein Rhein-Sieg, Siegburg, Museum für Kunst Neu-Ulm, Kunstpalais Rastede, Roentgen Museum Neuwied.

Der Betrachter mag sich auch darüber Gedanken machen, ob er Schönes oder Hässliches Schönes und Hässliches sieht. Schönheit wurde als Gottesbeweis ( Thomas v. Aquin ) angeführt. Nach früherer Auffassung war die Schönheit über jeden Zweck erhaben, ist über Nützlichkeitserwägungen der Natur hinausgehender Selbstzweck.
Diese Sichtweise ist durch die naturwissenschaftlichen Untersuchungen der Evolutionsbiologie in der Neuzeit völlig in Frage gestellt worden. Hier kommt der Begriff der Mimikry ( Titel meines neuen Kataloges ) ins Spiel. Von Mimikry spricht man, wenn durch Tarnung, Locken oder Warnen Eigenschaften vorgetäuscht werden, die tatsächlich nicht vorhanden sind.
Sie dient dem Kampf ums Überleben und ist damit zweckhaft.
Gerade die Mimikry kann nicht auf die Schöpfung durch einen gütigen Gott hinweisen, da die Täuschungsmanöver über die äußeren Attribute des Tieres, die als schön (oder als hässlich) wahrgenommen werden , etwa blutrotes oder buntes Gefieder, das Prinzip Fressen und Gefressenwerden verkörpern und den grausamen Kampf ums Überleben anzeigen.
Meine Bilder werfen diese Frage auf und sprechen von dieser Ambivalenz der Sichtweisen.
Einerseits verwende ich schöne Farben. Man kann sich in einem Farbrausch verlieren, in einer Welt versinken, die kein Ende findet. Die Farben sind aber auch fast unerträglich grell und sollen Unbehagen auslösen.
Schön oder hässlich schön und hässlich?
Werden und Vergehen sollen in einem Prozess dargestellt werden.
Erster Schöpfungstag oder Apokalypse?
Schöpfungsgeschichte oder Selbstorganisation?
Ich möchte keine Antwort geben sondern Fragen aufwerfen.
Es soll das Leben selbst in seiner Zerrissenheit und Abgründigkeit aber auch in seiner unbezweifelbaren Schönheit zu Wort kommen.
Die kleinen Wesen, die oft meine Bilder bevölkern stellen dabei das „Geschöpf“ in den Mittelpunkt, das in Mitten der Natur einen aussichtslosen Kampf führt.
Hier denke ich an Nietzsche`s Dionysos, den Gott des orgiastischen Rausches, der Gott, der attischen Tragödie, der Gott der als zerrissener und zeugender das Leben selbst ist. Die Welt trotz ihrer Zerrissenheit, ihrer Leiderfahrung und Grausamkeit zu bejahen.
Der mit Bewusstsein und Intelligenz ausgestattete Mensch bedarf der Kultur und auch (noch?) der Religion, um sich über die Kontingenzerfahrung hinwegzuretten.
Die Natur ist neutral. Die Worte grausam ,hässlich schön sind vielleicht die falschen Begriffe, für das was Leben ausmacht , weil sie die Natur bewertet oder ihr eine Absicht unterstellt.
Bewertungen kommen erst mit dem Menschen auf diese Welt.
Sein mangelnder Überblick führt zur Hilflosigkeit, zur Unmöglichkeit die Welt und das Danach zu durchdringen.
Meine Arbeiten sollen diese Undurchdringlichkeit zum Gegenstand machen.
Die illusionierte Räumlichkeit zeigt eine Perspektive in eine unendliche Tiefe oder Höhe.
Aber wohin?

Ausstellungen (Auswahl)

1997 Galerie unter Giebeln, Bretten (E)
Galerie Paul Sties, Kronberg b. Frankfurt (E)

1998 Galerie Markus Nohn, Trier (E)Art Frankfurt (mit Galerie Markus Nohn, Trier) Art Strasbourg (mit Galerie Markus Nohn, Trier)
Galerie No. 3, Essen (G)
Galerie Skala, Köln (E)

1999 Galerie Limmer, Freiburg (E)Galerie Türke, Dortmund (E)
Art Frankfurt (mit Galerie Skala, Köln)
Galerie Pinx, Bochum (E)
Galerie Lutz Rohs, Düren (E)

2000 HSBC Trinkhaus & Burkhardt mit M. Nohn, LuxemburgArt Frankfurt mit Galerie M. Nohn
Galerie Eva Tent, Koblenz (E)
Galerie Oess, Konstanz (E)

2001 Galerie Hanstein, Saarbrücken (E)Kunstverein Pirmasens (E)

2002 Kunstverein Bretten (E)
Kunstverein Gütersloh (E)
Galerie Friedemann, Gütersloh (E)
Galerie am Großneumarkt, M. Kruse, Hamburg (E)
Invetro Galerie, Hannover (E)
Messe Art Twente, Niederlande, (mit Galerie am Großneumarkt, Hamburg )

2003 Inselgalerie Rettbergsaue, Wiesbaden (E)
Kunstverein Ars Terra e.V. , Hannover (G)
Kunstverein Lege Artis, Freiburg (G)
Querblicke 2003 im Kölnischen Stadtmuseum, Köln (G)
Kunst Köln, mit Galerie am Großneumarkt, Hamburg

2004 Galerie Vayhinger, Radolfzell, (G) Galerie Lutz Roos, Düren (E)
Kunstverein Euskirchen, Euskirchen (E)
Galerie J. Nisters, Speyer (G)
Workshop Zeichnung im Kunstverein Ars Terrae.V. , Hannover

2005 Galerie Konstantin, Herne (E)
Galerie J. Nisters, Speyer (E)
Internationaler Workshop Malerei, Brande (Dänemark)(K)
Galerie skala, Köln (G)
Galerie der vier befreundeten Nationen, Lodz (Polen) (E) zum Deutsch-Polnischen Jahr

2006 Kunst im Rathaus, Euskirchen (E)
Galerie Henninger, München (G)
Galerie Konstantin, Herne(G)
Galerie skala, Köln(G)
Galerie Spektrum, Euskirchen (G)
Galerie M. Schmalfuss,Marburg, (G)

2007 Galerie Ka5, Mainz (E)
Kunstverein-Rhein-Sieg, Siegburg (E)
GEA Kunst in der Rotunde, Bochum (Katalog) (E)
Berliner Liste mit Galerie M. Schmalfuss, Marburg
Galerie J. Nisters, Speyer (G)
Galerie Henninger, München (G)

2008 artist in residence in der Kunstakademie Nagoya, Japan
Galery 1, Nagoya, Japan (E)
Kibosha Gallery, Gifu, Japan (E)
Glasmuseum Rheinbach, Rheinbach, (G)
Galerie A. Brüning, Düsseldorf (G)
offene Ateliers Frankfurt als Gast(G)
Stadtmuseum Blankenheim (G)

2009 Thomas-Morus-Akademie, Bergisch-Gladbach (E)
Galerie M. Schmalfuss , Marburg (G)
gallery 1, Nagoya, Japan (G)
KunstArt am Hellweg, Bochum (E)
Contemporary Art Ruhr , Essen, mit Galerie KunstArt am Hellweg, Bochum

2010 Kunstverein Rhein-Sieg, Siegburg (G)
Bischöfliche Akademie, Aachen (E),(K)
Galerie Nisters, Speyer (G)
Galerie per-seh, Hannover (G),(K)
Galerie arsprototo, Erlangen (E)
Kunstverein Ludwigsburg (G)

2011 Roentgen Museum, Neuwied (E)
Kunstverein Siegen (E)
Galerie Nisters, Speyer, (G)
Inselgalerie , Berlin (E)
Internationales Kunstprojekt, Künstlerforum, Bonn,(G), (K)
Kunstverein-Rhein-Sieg, Siegburg (G)
Aichi Center of Arts, Nagoya, Japan (G)
The Field Museums of Kokin Denju no Satu, Gifu, Janpan (G)
Nord Art mit Galerie per-seh Hannover
Culture Center, Gifu, Japan, (G)

2012 Museum Heylshof, Worms(E)
Kunstverein Wetzlar, Wetzlar,(E)
Galerie per-seh, Hannover,(G),(K)
Galerie arsprototo, Erlangen(G)
Kunstverein Eulengasse, Frankfurt(E)

2013 Domschatzmuseum Aachen, Aachen (E ),(K)
Städtische Galerie Filderstadt, Filderstadt (E)
Städtische Galerie Neu-Isenburg, Neu-Isenburg (E)
Städtische Galerie Kalkar, Kalkar (E)
Stadtmuseum Iserlohn, Iserlohn (E)
Stadtmuseum Beckum, Beckum (E), (K)
Kunstverein Bad Kreuznach (E)
Galerie Bagnato, Konstanz (G)
The Field Museums of Kokin Denju no Satu, Gifu, Japan (G)

2014 Kunsthaus Bocholt, Bocholt, (E), (K)
Ruhr Galerie Herdecke, Kunstverein , Herdecke, (E)
Versandhalle der Stadt Grevenbroich, Grevenbroich, (E)
Städtische Galerie im Hansesaal,Lünen, (E)
Galerie Kiyomy Ozawa, Gifu, Japan (G)
Stadtgalerie Altena, Altena, (E)
Städtische Galerie im Rathausfletz, Neuburg a. d. Donau, (E)
Galerie im Stift der Stadt Bad Hersfeld, (E)

2015 Neuer Kunstverein Regensburg,(E)
Galerie Ozawa Gifu,Japan,(G)
Kunstverein Steinfurt,(E)
Kunstverein Unna, (G)
Kunstverein Hanau, Remisengalerie,(G)
Museum für Bildende Kunst, Landkreis Neu-Ulm, (E),

2016 Klostermuseum Hirsau, Calw,(E)
Kunstverein Duisburg, Position 6,(E)
Kunstverein Isernhagen,(E)
Kunstpalais Rastede mit S. Nasko u. S. Stölting
Kunstverein Rottenburg , (E)
Kunstverein Emmerich ,(G)

Ankauf von öffentlichen Sammlungen:
GEA Kunst in der Rotunde, Bochum
Wasserverband Rhein-Sieg, Siegburg
Zürich Re, Köln
Sparkasse Siegen
Ankauf Museum für bildende Kunst Landkreis Neu-Ulm

Maria Mathieu

Wenn du Linien machst, dann machst du auch Räume.
(Gerhard Marcks)

Ausstellung mit Werken von

Maria Mathieu und Cordula Prieser

am Samstag, dem 5. November 2016 um 18.30 Uhr

Begrüßung: Professor Hermanus Westendorp (2. Vorsitzender)
Einführung: Dr. Yvette Deseyve (Gerhard-Marcks-Haus)

Finissage und Künstlergespräch am 4.12.2016 um 15.00 Uhr


Maria Mathieu´s Zeichnungen haben das große Thema der Linie.Sie spannt sich auf ihrem Papier mal vertikal, mal horizontal, immer aber als sichtbarer, handgezogener Strich.Neuerdings entwickelt sich diese Linie in den Raum, als zusätzliches Objekt oder als eine eigenständige Installation.Für den Rotenburger Kunstverein hat Maria Mathieu die Decken-Balken- Architektur des Daches in eine abstrahierte Zeichnung übertragen.Oktober 2016Maria Mathieu

MARIA MATHIEU

1948 geboren in Saarlouis ( F )
1974–1977 Geburt von 3 Kindern
1986 Mitglied im Schriftstellerverband
1990 Tuttlingen, Nominierung zum Tuttlinger Literaturpreis
1991 Düsseldorf, Hafiz-Literaturpreis / Sparte Lyrik
1995 Luxembourg, Kulturhauptstadtpreis /Sparte Prosa
1990 -2000 München, Süd-Westverlag Sachbücher
2002- 2009 Bremen, Studium der Bildende Künste, Hochschule für Künste Bremen
2006- 2007 Studium an der Ecole des Beaux Arts, Toulouse
2009 Meisterabschluss bei Prof. Katharina Hinsberg + Prof. Jeanne Faust

Einzelausstellungen

2016 Rotenburg /W., Kunstverein Rotenburg (mit Cordula Preiser)
2016 Syke, Syker Vorwerk `Marcks & Mathieu` in Kooperation mit G.-Marcks-Haus Bremen
2016 Bremen, Hafenmuseum, `Hafen 2.0`
2015 Bremerhaven, Klima Haus `Weltklima-Gipfel` Video
2015 Oldenburg, Universität Oldenburg `sehen und hören` Video
Salzburg, Festung Munitionskeller `Terminal + ´ Zeichnung ( mit S. Latysheval, M. Ziva)
2014 Achim, Kunstverein `Mythos Amazone?`
Bremen, Untere Rathaushalle `Was sehen Sie, Frau Lot? ´
Mannheim, Rathaus u. Konkordienkirche `Was sehen Sie, Frau Lot? ´
Bremen, St. Stefani Kulturkirche `Facetten`
Hude, Galerie Frank Gießen `Coop modus´
2013 Berlin, Heinrich-Böll-Stiftung `Was sehen Sie, Frau Lot? (mit R.Bühn, H.Pich)
Salzburg, Galerie 1Blick `Zeit Zeichen Zeugen´
2012 Bremerhaven, Galerie 149 ` Muster + Ornament´ ( mit S. Acar )
Bremerhaven, Wilkehaus `Passage´
2006 Toulouse, Place du Capitole `Jeanne d`Arc´

Auszeichnungen / Förderungen / öffentliche Ankäufe:

2016 Karin und Uwe Holweg Stiftung Bremen
2014 Lüneburg, Leuphana Uni. / Auszeichnung im Daniel Frese Preis 2014 zeitgen. Kunst
Bremen, Sparkasse Bremen, Projektförderung Bremen machen Helden 2014
Bremen, GEDOK, Projektförderung
Bremen, Bremer Bürgerpreis 2014 / Anerkennung `Was sehen Sie, Frau Lot?
2013 Bremen, Senator für Kultur, Katalogförderung
Bozen, Italien, Artist in Residenz
2012 Salzburg, Stipendium Druckgrafik, Kunstfonds des Landes Salzburg
Bremerhaven, Stipendium der Stadt Bremerhaven
2011 Buxtehude, Stadt Buxtehude, Ankauf
Essen, Contemporary Art Ruhr, Zeche Zollverein, limitierte Förderfläche
2009 Augsburg, Schwabenakademie, Arbeitsstipendium Radierung

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

2016 Leipzig ` Ereignis Druckgrafik 8`, Tapetenwerk Halle C01
2016 Berlin Kreuzberg, Group Global 3000, `Meere` Videoprojektionen
2015 Ottersberg, Kunstpreis Ottersberg 2015, Nomminierung
2015 Berlin, Group Global Offspace, `ausgewaschen: Jeans, Lifestil and Death`
2015 Stade, Kulturstiftung Schloss Agathenburg, `bleu mourant´ Video, Zeichnung
2015 Stuttgart, Galerie Klaus Braun, Neue Zeichnungen
2014 Buxtehude, Kunstpreis 2014 Petrus, Nominierung
Bressanone / Italien, Stadtgalerie Bressanone MONOKULTUR
Berlin, Projektraum Group Global 3000, SLOWNESS
2013 Bremerhaven, Galerie 149, Accrochage
Glorenza, Italein, G.A.P. time limited
2012 Düsseldorf, Galerie Angelika Blaeser Querbeet
Agathenburg, Kulturstiftung Schloss Agathenburg, Nebenan 3
Leipzig, Galerie VORORTOST, BBK-Leipzig, Druckereignis 4 Nominierung
2011 Bremen, GAK Gesellschaft für aktuelle Kunst here`s to you and me, Klasse Korpys /L.
Berlin, Kunsthalle am Hamburger Platz, UNSPONTANEOUS konzeptuelle Zeichner
Bonn, Frauenmuseum, SOPHIA ( K )
Bremen,, KUNSTFRÜHLING 2011, Künstlerplattform, Gleishallen ( K )
2010 Paris, cutlog Contemporary art fair mit Galerie pack o patches
2009 Bremen, Städtische Galerie, sed roq ( K )
2008 Berlin, Kunsthaus Bethanien, anonyme zeichner ( K )
Cambrigde, Mass./ USA, Harvard University, Correspondence ( K )
Lahore, Pakistan, College of the Arts, Trialogue National

Cordula Prieser


Linien und blickdurchlässige Gewebe umschreiben Cordula Prieser´s Skulpturen und Objekte. Ihre Arbeiten bilden in sich sowohl organisch als auch architektonisch anmutende Räume.

Die Skulpturen können sich vom Bereich modellhafter Größe bis hin zu großen raumgreifenden und begehbaren Objekten bewegen.

Manchmal taucht eine Linie auch als in sich verschlungene, wie unter Spannung stehende Schleife auf-
wie die neueste Arbeit von Cordula Prieser im Rotenburger Kunstverein.

Oktober 2016

Cordula Prieser

1966 in Bremen geboren
1985/88 Ausbildung zur Steinmetz-/Steinbildhauerin
1989 Studium Freie Kunst / Plastik an der Hochschule für Künste, Bremen
1996/97 Diplom Freie Kunst, Meisterschülerin bei Prof. Bernd Altenstein

Stipendien
2016 Förderung für künstlerische Projekte mit gesellschaftlicher Relevanz, Stipendium Kunstverein Bellevue-Saal, Wiesbaden
2012 Residenzstipendium Berlin, Senator für Kultur, Bremen
2003/04 Künstlerförderung, Bremen
2002 Stipendium Schleswig-Holsteinisches Künstlerhaus Eckernförde
1998 Stipendium des Gustav och Ida Unmans Donationsfond / Schweden
1997/98 DAAD-Stipendium an der Kungliga Konsthögskolan, Stockholm / Schweden
1994 Erasmusstipendium an der Myndlista- och Handidasskoli, Reykjavik / Island

Einzelausstellungen
2016 Wenn Du Linien machst, dann machst Du auch Räume, mit Maria Mathieu,
Kunstverein Rotenburg/Wümme
Space and the city, Kunstverein Bellevuesaal, Wiesbaden (F)
FarbeLinieRhythmus, mit Debora Kim, Neuer Worpsweder Kunstverein (NWWK)
2014 shared spaces, mit Hw. Kirschmann, SMAHK- Stedelijk Museum, Assen / Niederlande
2010 halb Wand, halb Tür, Torstraße 111, Berlin
2005 Durchblicke, Galerie Herold, Bremen
2003 Kunstverein Kehdingen, Freiburg a. d. Elbe
Entgrenzungen, Marktplatz + Räume des Kunstvereins in Schwäbisch-Gmünd
2002 Lichte Strukturen, mit D. Wagner, Haus Clüver, Kunstverein Achim
2001 Korrelation, mit Th. Gerding, Städt. Turmgalerie im Walkenbrückentor, Coesfeld
Galleri PS, mit Th. Gerding, Göteborg / Schweden
Transversale, Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses, Bremen (K)
1999 Zwiegespräch, Galerie Kunstoff, Rostock
Der umschriebene Raum, Speicher am Katharinenberg, Stralsund

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl ab 2004)
2016 Elementaire Beelding, SMAHK- Stedelijk Museum, Assen / Niederlande
PARTI-zipation 5, Galerie Hafemann / Rhönmuseum, Fladungen
2015 Gehag-Forum, Berlin
2014 Gelenkstücke, Galerie Schaufenster, Berlin
Klang:Raum, Skulpturengarten am Dümmer See, Hüde
2013 geteilte Räume, Kunstverein Kaponier, Vechta
Freundschaft, Galerie des Westens, Bremen
2012 dripping color amazement, Galerie oqbo, Berlin
35ster Spieltag, Galerie Kramer, Bremen
2011 Kunstfrühling 2011, Gleishallen, Bremen (K)
site, Kunstraum Potsdam
2010 limit of visibility, Hafenmuseum, Bremen
Frequenzverschiebung Nord dreisiebeneins, Kulturhausgalerie, Leuna
Paula-Modersohn-Becker-Preis, Worpswede (K)
2009 Spring! Kunstfrühling, Gleishallen, Bremen (K)
2008 Out of Altenstein, Galerie Lonnes, Bremen
2007 Nordwestkunst, Kunsthalle Wilhelmshv. (K)
Der rote Faden, Galerie des Westens, Bremen
2006 Ausstellung zum Förderstipendium der Stadtsparkasse, Magdeburg
Generationen, Kunst an der Kante 3, Morgensternmuseum Bremerhaven
1 + 2 = 3, Zollhaus, Leer
2005 Wohnglück, Kooperationsprojekt, Bremer Kunstfrühling, GAK, Bremen (K)
2005 Wohnglück-Traumhausmuster, Galleriet, Konstnärsbyn Rydöbruk / Schweden
Um uns herum, Konsthall Vitehall, mit I. Andersson und M. Poser, Kungsbacka / Schweden
2004 Frequenzverschiebung, Kubus, Hannover
Die Bremer Bildhauerschule, Gerhard-Marcks-Haus, Bremen (K)

(K) = Katalog, (F) = Folder